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Langer Leerstand ist zu Ende

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Von: Andreas Hartmann

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Celil Dedeci, hier in seiner künftigen Werkstatt, hat sich schon als Kind für Autos begeistert.
Celil Dedeci, hier in seiner künftigen Werkstatt, hat sich schon als Kind für Autos begeistert. © Monika Müller

Voraussichtlich am 1. September macht der 26 Jahre alte gebürtige Hanauer Celil Dedeci auf dem Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses in der Frankfurter Straße 200 seinen Reparaturbetrieb auf.

Selten dürften sich die für die Neu-Isenburger Stadtplanung Zuständigen im Rathaus so auf die Eröffnung einer Autowerkstatt gefreut haben: Voraussichtlich am 1. September macht der 26 Jahre alte gebürtige Hanauer Celil Dedeci auf dem Gelände des ehemaligen Opel-Autohauses in der Frankfurter Straße 200 seinen Reparaturbetrieb auf.

Dass das verwahrloste Gelände mit den heruntergekommenen Werkstattgebäuden nun renoviert und wieder genutzt wird, ist jedenfalls eine gute Nachricht. 2009 zog der hier ansässige Autohändler, früher eine Georg-von-Opel-Niederlassung, weg, seither stand der weitläufige Komplex leer.

Dedeci hat bereits das Unkraut auf dem riesigen Hof gejätet, einige der hässlichen Graffiti im Inneren überstrichen, die vom langen Leerstand zeugen. Noch gibt es viel zu tun. Unbekannte haben viele Scheiben eingeworfen, selbst bei der großen Uhr in der Werkstatt. Einen Container voller Müll hat der KFZ-Sachverständige, der bisher schon eine Werkstatt in der Nachbarschaft betreibt, gesammelt. Nachbarn und Spaziergänger sind neugierig, schauen vorbei, fragen nach der Zukunft des Gebäudes. „Es ist gut, dass dieser Schandfleck endlich wegkommt und die Branchennutzung bestehen bleibt“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos) auf Anfrage.

Viel ist kaputt, viel muss renoviert werden. „Aber es ist schon deutlich besser geworden. Das wird schön“, ist Dedeci überzeugt. Die Hallen sind ja auch beeindruckend und enorm weitläufig, Einen Teil will der neue Mieter selbst untervermieten. Er sei in konkreten Gesprächen mit einem Autohändler, erzählt er. „Am besten fände ich es, wenn sich alles auf dem Gelände ums Auto drehen würde.“ Er selbst will für seine Autowerkstatt noch Mechaniker einstellen, „aber es ist gar nicht so einfach, Leute zu finden“. Schaudert es ihn nicht angesichts des Risikos, hier so ein großes Areal zu übernehmen? „Ohne Risiko kommt man nicht zum Erfolg“, sagt er selbstbewusst. „Ich will es richtig machen oder gar nicht.“

Seine neue Werkstatt will er auch für Hobbybastler öffnen, die hier selbst an ihrem Fahrzeug unter fachkundiger Aufsicht schrauben können. Denn mit Autos kennt sich der 26 Jahre alte Dedeci aus. Sein Vater betreibt seit mehr als 25 Jahren eine Autowerkstatt in Hanau. „Er hat mir schon mit vier Jahren gezeigt, wie man eine Tür ausbeult“, berichtet er.

Er selbst hat in einer freien Werkstatt gelernt und kennt sich mit allen Fahrzeugtypen aus. „Viele Leute wissen gar nicht, dass man seinen Wagen gar nicht unbedingt in die Vertragswerkstatt bringen muss.

Das weitläufige Gelände gehört dem Frankfurter Immobilienunternehmen Gaumer, das vor allem wegen seiner brachliegenden Gewerbeflächen und Wohnhäuser für Schlagzeilen sorgte. Er habe einen Vertrag von dem Unternehmen auf erst einmal fünf Jahre mit der Option auf Verlängerung, sagt Dedeci.

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