Langen

Langener Forsthaus soll zur Kita werden

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Bis 2021 können in Langen überraschend insgesamt 78 Kita-Plätze mehr entstehen als bisher gedacht.

Dass das Forstamt Langen einen neuen Förster hat, der das alte Forsthaus an der Mörfelder Landstraße nicht beziehen wollte, ist für die Stadt Langen ein Glücksfall: Sie kann dort Kinder einziehen lassen und auf dem 1360 Quadratmeter großen Grundstück sogar einen Neubau mit Verbindung zum Bestandsgebäude für die Kinderbetreuung planen – falls die Stadtverordneten am 17. Oktober dem Vorhaben zustimmen.

Nur wenige wussten, dass das rund 100 Jahre alte Gebäude mit dem Hirschgeweih an der vorderen Hauswand gar nicht Hessen Forst gehört, sondern der Stadt. „Deshalb kam es uns wie ein Geschenk vor, als Hessen Forst das Haus zum 30. Juni kündigte“, sagt Fachbereichsleiter Constantin Strelow Castillo – und hat dabei die langen Wartelisten im Kopf.

Zuerst einmal ist im Erdgeschoss eine Tageseinrichtung mit 18 Ganztagsplätzen für Drei- bis Sechsjährige angedacht. Die ehemaligen Diensträume müssen dafür umgebaut werden; 235 000 Euro sind angesetzt. Die Personalräume sind im Obergeschoss geplant. Dazu kommt noch eine Vormittags-Waldgruppe für 20 Drei- bis Sechsjährige, die als Unterschlupf bei Schlechtwetter einen großen Bauwagen mit Aufenthaltsraum, Toilette und Kochecke erhalten sollen. Er dürfte gut 60 000 Euro kosten.

Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) rechnet damit, dass das Land für den Umbau und den Schutzwagen 150 000 Euro Zuschuss gibt. Binnen sechs Monaten könnten die Gruppen einziehen, schätzt Strelow Castillo.

Für den Neubau im Garten des Forsthauses haben die Kommunalen Betriebe eine Bauvoranfrage an den Kreis gestellt. Dort sollen zwei weitere Gruppen mit je 20 Drei- bis Sechsjährigen unterkommen. Der eingeschossige Modulbau könnte 2021 fertig gestellt sein. „Das Thema Wald und Natur soll auf alle Gruppen ausgedehnt werden“, so der Fachbereichsleiter.

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