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Langen: Ein zweiter Bewerber für Wahl

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Langen Joost Reinke will bei der Bürgermeisterwahl antreten.

In Langen hat sich Bürgermeisterkandidat Nummer zwei gefunden: Joost Reinke, fraktionsloser Stadtverordneter im Langener Parlament, tritt bei der Wahl am 1. März 2020 als unabhängiger Kandidat an. Das Wahlamt habe seine Unterstützerunterschriften schon geprüft, sagt Reinke, und die offizielle Gültigkeit seiner Kandidatur bestätigt. 90 Unterschriften waren nötig, er habe 140 gesammelt und 100 beim Wahlamt eingereicht.

Vor gut drei Wochen hatte Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) als Erster seinen Anspruch auf die Nachfolge von Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) angemeldet. Nun hat sich Reinke zu einer Kandidatur durchgerungen, nachdem es aus der „bürgerlichen Mitte“ keinen Bewerber gebe, wie er sagt. Heinz-Georg Sehring von den Freien Wählern wolle nach drei Versuchen nämlich nicht mehr kandidieren.

Reinke sitzt seit vier Jahren in der Stadtverordnetenversammlung, gehörte erst der Fraktion „Die Linke“ an und ist seit Februar 2018 fraktionsloser Abgeordneter. Er trete jetzt als unabhängiger Bewerber an, weil die Bürgermeisterwahl eine Kandidaten- und keine Parteienwahl sei.

Der 54-jährige verheiratete Gymnasiallehrer will den Bauboom in Langen drosseln und tritt für mehr Kita-Neubauten, Hort- und Betreuungsplätze, Kinderärzte und Allgemeinmediziner ein. Die Stadt müsse proaktiver handeln, damit sie nicht immer „nur von der Hand in den Mund leben“ müsse. Die Kommunen im Westkreis Offenbach sollten sich noch mehr vernetzen, meint er. Die Rad-Infrastruktur ist seiner Meinung nach zu stärken, er wünscht sich eine stärkere Mitsprache des lokalen ADFC.

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