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Das Büro Albert Speer und Partner aus Frankfurt plant die Umgebung der Asklepios-Klinik in Langen neu.
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Das Büro Albert Speer und Partner aus Frankfurt plant die Umgebung der Asklepios-Klinik in Langen neu.

Langen Asklepios-Klinik

Zweites Ärzteteam geplant

  • VonJörg Echtler
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Nach jahrelangem Stillstand sollen an der Asklepios-Klinik in Langen bis zu 120 Wohnungen und ein zweites Facharztzentrum entstehen. Der Abriss der unsanierbaren Schwesternunterkünfte kann wohl frühestens 2015 über die Bühne gehen.

Seit Jahren zerbrechen sich Stadt und Kreis über die Zukunft des Geländes nördlich der Asklepios-Klinik in Langen den Kopf. Der eine ist Eigentümer des Grundstücks, die andere hat dort das Planungsrecht, wo unsanierbare Schwesternunterkünfte aus den 60er Jahren stehen. Noch. Denn jetzt soll endlich etwas passieren, „nachdem wir so lange auf der Stelle getreten sind“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD).

Das Frankfurter Büro Albert Speer & Partner (AS&P) hat einen städtebaulichen Entwurf gefertigt, der als Grundlage für eine zukünftige Planung dienen soll. Acht neue Gebäude, drei und vier Stockwerke hoch, sollen die maroden Schwesternheime ersetzen. 80 bis 120 Wohnungen, ein bis fünf Zimmer groß, sollen auf rund 9800 Quadratmetern Platz finden. Das entspricht in etwa der heutigen Bruttogeschossfläche – eine Bedingung der Kommune, die dort kein verdichtetes Wohnquartier haben möchte. Aus naheliegenden Gründen, denn dies würde zusätzliche Infrastruktur wie etwa Kindergärten erfordern, und die kostet.

Ein vorhandenes zwölfstöckiges Wohnhochhaus wurde gerade für 4,3 Millionen Euro saniert und ist neu vermietet – „zu ortsüblichen Preisen“, wie Landrat Oliver Quilling (CDU) betont. Umschlossen werden die künftigen Wohngebäude von einer Grünfläche „mit wertvollem Baumbestand“, sagt Gerhard Brand von AS&P. Eine dreigeschossige Hochgarage schirmt das Gelände gegen die Frankfurter Straße ab. Weitere Stellplätze entstehen in einer Tiefgarage unter den Wohnhäusern.

"Mediziner rennen uns die Tür ein"

Außerdem ist auf dem Gelände ein Facharztzentrum mit rund 4500 Quadratmetern Fläche geplant. Durch seine architektonische Gestaltung solle es zum „markanten Eingang des Klinikstandorts werden“, sagt Brand.

Die Stadtverwaltung war zunächst gegen ein solches zweites Zentrum direkt gegenüber des bereits existierenden. „Doch wir haben uns überzeugen lassen“, sagt Gebhardt. Denn die Nachfrage sei groß, „die Mediziner rennen uns die Tür ein“. Die Stadt bekomme die Chance, nicht nur niedergelassene Ärzte am Ort zu halten, sondern „auch neue in die Stadt zu holen“. Deshalb ist Gebhardt auch sicher, eine Mehrheit der Stadtverordneten für den Rahmenplan zu bekommen. Denn die ist nun Voraussetzung, um den Bebauungsplan zu ändern – bisher ist das Gelände als „Sondergebiet Kliniken“ ausgewiesen. Noch vor der Sommerpause will Gebhardt die Sache in Magistrat und Bauausschuss beraten lassen.

Auch der Landrat hofft auf eine schnelle Entscheidung, um weiter planen und einen Investor suchen zu können. Der Kreis werde sich um den Abriss der Schwesternunterkünfte kümmern. Der könnte wohl frühestens 2015 über die Bühne gehen. Das Arztzentrum dagegen könnte „auch schon vorher“ gebaut werden, da es durch den derzeit gültigen Bebauungsplan bereits zulässig wäre. Angesichts erster Abwanderungstendenzen unter den Medizinern „haben wir hier auch größeren Zeitdruck als bei den Wohnungen“, sagt Quilling.

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