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Helga Meier-Hoffmann, Renate Kletzka, Gunther Sehring und Claudia Jansen-Niedermeier (v.li.) in ihrer Ausstellung.
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Helga Meier-Hoffmann, Renate Kletzka, Gunther Sehring und Claudia Jansen-Niedermeier (v.li.) in ihrer Ausstellung.

Langen Ausstellung

Wenn die Stadt sich verwandelt

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Die neue Künstlergruppe "KLan" stellt erstmals im Alten Rathaus in Langen aus. Die sechs Künstler zeigen in ihren Bildern ihre Heimatstadt aus neuen, oft verblüffenden Perspektiven.

Die neue Künstlergruppe "KLan" stellt erstmals im Alten Rathaus in Langen aus. Die sechs Künstler zeigen in ihren Bildern ihre Heimatstadt aus neuen, oft verblüffenden Perspektiven.

An vielen Dingen in der Nachbarschaft geht man Tag für Tag achtlos vorüber, ohne sie wahrzunehmen – und staunt dann doch oft, wie schön selbst ein sonnenbeschienener Balkon oder ein Bürohaus aus den 70er Jahren sein können, wenn man denn hinschaut.

Besonders viel zu entdecken gibt es von heute Abend an im Alten Rathaus in Langen in einer reizvollen ersten Ausstellung der neu gegründeten Künstlergruppe „KLan“ – das steht für „Kunst Langen“ und für sechs professionelle Maler aus der Stadt, Anne Baeumerth, Claudia Jansen-Niedermeier, Renate Kletzka, Bettina Kykebusch, Helga Meier-Hoffmann und Gunther Sehring, ein „Klan der Künstler“ sozusagen.

Langen liefert die Motive

Sie zeigen auch denjenigen, die die Stadt wie ihre Westentasche zu kennen glauben, ganz neue, oft verblüffende Perspektiven. Es wird bei der Vernissage heute Abend wohl viel gerätselt werden, wo die Bilder entstanden sind. Dabei sind keine heimattümelnden Postkarten-Ansichten zu sehen, sondern ganz meisterlich gemalte und radierte, geätzte und collagierte Bilder.

Rathaus, Stadtkirche, Schloss Wolfsgarten, aber auch Autobahnbrücke oder Stadthalle: Langen sollte die Motive für die erste Ausstellung der Gruppe liefern, das war die Idee bei der Gründung. „In Langen sieht man viele Brüche“, sagt Kletzka. „Einen alten Kern und Bausünden, Geschichte und Moderne.“ Sie hat Ansichten der Stadt digital verfremdet. „Es sind Orte, die man kennt, aber trotzdem noch nie gesehen hat“, beschreibt sie.

Alle Bilder in den drei Räumen im Obergeschoss sind eigens für die Ausstellung entstanden, und alle sind auch zu verkaufen – an sich wäre hier die ideale Gelegenheit, ein großes Haus oder Bürogebäude mit zueinander passenden Bildern mit Ortsbezug auszustatten. „Die Themensetzung war für uns gar nicht so einfach, weil wir sonst eher abstrakt malen“, sagt Meier-Hoffmann.

Für ihre Bilder, „Gedankenblitze“ nennt sie die kleinsten Formate der Ausstellung, nutzt sie eine ganze Palette an Techniken, Tusche, Farbpigmente, Malkreiden, die sie souverän einsetzt.

Von Künstler-Kollegin Kykebusch stammt hingegen das größte Bild,das hier gezeigt wird, Wandfüllend expressionistisch leuchtet der Paddelteich. Flott und bunt gemalt, erinnern die sommerlichen Boote auf einem anderen Gemälde an das Mittelmeer. Auch Jansen-Niedermeier hat den Waldsee mit seinem eigenartig türkisgrünen Wasser gleich mehrfach gemalt, in ganz anderer Technik, aber nicht weniger faszinierend.

Souverän beherrscht auch Baeumerth ihr Metier. Kleinformatige Drucke, jeder ein Unikat, zeigen etwa das Innere der Stadtkirche mit den neugotischen Gewölben. Und auch Sehring zeigt, dass er genau hinsehen kann: Er hat Fachwerkhäuser geradezu porträtiert – ein schönes Suchspiel für echte Langen-Profis.

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