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Vorschlag: Müllschleusen anmieten

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Von: Lara Feder

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Kommunale Betriebe wollen Container ganz abschaffen oder an private Firmen übergeben

In Langen gibt es 39 sogenannte Müllschleusen, verteilt auf 19 Wohnanlagen mit gut 1000 Parteien. Die Container, die sich mit einem Chip öffnen lassen, gehören den Kommunalen Betrieben (KBL). Doch diese wollen die Container abschaffen. Denn nach rund zehn Jahren Betrieb häufen sich die Reparaturen und somit steigen die Kosten für die KBL massiv.

Die Abschaffung der Müllschleusen ist jedoch in politischen Gremien umstritten. Deshalb haben die KBL nun eine Alternative ins Spiel gebracht. Damit befassen sich der Haupt- und Finanzausschuss und die Stadtverordnetenversammlung nach dem Sommer.

Der Vorschlag sieht vor, dass die Müllschleusen auch in Zukunft eingesetzt werden – aber nicht kostenlos von den KBL gestellt, sondern gemietet auf privatwirtschaftlicher Basis. KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski weist jedoch im Vergleich zur heutigen Praxis auf Mehrkosten für Eigentümer-Gemeinschaft und Mieter hin, weil ein privatwirtschaftliches Unternehmen die Finanzierung über eine Jahrespauschale regele. Die Kommunalen Betriebe hingegen würden die Kosten in die allgemeinen Müllgebühren einkalkulieren. „Das neue System ist dennoch eine praktikable und faire Regelung“, sagt Pusdrowski.

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