Langen

Vier Städte sind noch im Rennen

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Das Langener Paul-Ehrlich-Institut will neu bauen. Mehrere Kommunen hatten sich um eine Ansiedlung beworben, vier Standorte wurden auf ihre Eignung geprüft.

Von den Kommunen, die sich um die Ansiedlung des Langener Paul-Ehrlich-Instituts beworben hatten, sind nun vier Kommunen übrig geblieben. „Eine Machbarkeitsstudie, in der die Eignung von vier möglichen Standorten geprüft wird, liegt seit Anfang des Jahres vor“, teilte ein Sprecher der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) mit. Die Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, aktuell werde ein Abschlussbericht erstellt.

Das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel hat seit 1989 seinen Sitz in Langen. Das Institut, das rund 800 Mitarbeiter beschäftigt, plant einen moderneren und energieeffizienteren Neubau; auch ein Umzug wird überlegt. Die Einrichtung will aber im Rhein-Main-Gebiet bleiben.

Noch vor einem halben Jahr waren neben Langen unter anderem Hanau und Darmstadt im Rennen. Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) hatte der Bima einen Teil der Konversionsfläche „Griesheim Airfield“ angeboten, Hanaus OB Claus Kaminsky (SPD) wollte am Hauptbahnhof Platz für das Institut schaffen. Ende August erhielt Hanau aber eine Absage von der Bima.

Einer ersten Schätzung zufolge dürften die Kosten für den Neubau zwischen 415 Millionen und 450 Millionen Euro liegen. Die Finanzierung übernehme zunächst die Bima. Das Institut refinanziere diese Kosten später über Mietzahlungen. Langen will einen Umzug in eine andere Kommune verhindern. Die zentrale Lage der Stadt und der Umstand, dass ein Viertel der Mitarbeiter in Langen lebten, sind aus Sicht von Stadtplaner Joachim Kolbe ein Vorteil. „Wir können in kurzer Zeit die rechtliche Voraussetzung für die Planung eines Neubaus schaffen“, sagte Kolbe. (mit dpa)

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