Verkehr

Straßen in Langen werden weiblich

16 von 20 Verkehrsadern im Neubaugebiet an der Liebigstraße in Langen sollen nach Frauen benannt werden. Die Stadtverordneten entscheiden in ihrer nächsten Sitzung am 13. Februar.

In Langen gibt es rund 240 Straßen und Plätze, von denen lediglich 19 nach Frauen benannt sind. An Männer erinnern hingegen 81 Verkehrsadern. Im großen Neubaugebiet an der Liebigstraße möchte die Stadt mehr Gleichheit zwischen den Geschlechtern herstellen. So sollen 16 der 20 neuen Straßen nach Frauen benannt werden.

Ein parlamentarischer Arbeitskreis hat eine Liste zusammengestellt, die der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr in seiner jüngsten Sitzung befürwortete. Die Vorschläge stammen von den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung. Die Entscheidung über die Namensvergabe trifft diese am 13. Februar.

Zur Auswahl stehen Namen von Frauen, die sich verdient gemacht haben in den Bereichen Pädagogik, Einsatz für den Frieden, NS-Widerstand, beim Aufbau der jungen Bundesrepublik, als Pionierinnen in Wissenschaft, Technik und Medizin und als Frauenrechtlerinnen.

Anerkennung für ihr Engagement im Widerstand

Dazu zählen unter anderem die Reformpädagogin Maria Montessori, die deutsche Frauenrechtlerin und Pädagogin Helene Lange sowie zwei Mütter des Grundgesetzes, Helene Weber und Friederike Nadig. Als erste deutsche Bundesministerin soll Elisabeth Schwarzhaupt mit einer Straße geehrt werden.

Anerkennung für ihr Engagement im Widerstand gegen die Nazi-Diktatur sollen das Langener Ehepaar Maria und Karl Zängerle erhalten. Außerdem nominiert sind die Nobelpreisträgerin für Physik und Chemie, Marie Curie, und die erste deutsche Pilotin Melli Beese.

Gesetzt ist die italienische Medizinerin Rita Levi-Montalcini, die 1986 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Angedacht ist, dass an den Straßenschildern jeweils eine Zusatztafel angebracht wird, die über die Namen informiert. (hsr)

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