+
Der Plan: Appartementhaus am Weißen Stein, Hotel und Parkhaus (v.li.); Advancis-Verwaltung (re.hinten).

Technologiepark in Langen

Stadt plant Technologiepark

  • schließen

Auf einem 50 Hektar großen Gebiet soll in Langen ein neuer Hightechpark entstehen. Auf dem Gelände sollen Bürogebäude, Forschungseinrichtungen, Hotels und Appartmenthäuser angesiedelt werden. Schon im März beginnt die Erschließung.

Auf einem 50 Hektar großen Gebiet soll in Langen ein neuer Hightechpark entstehen. Auf dem Gelände sollen Bürogebäude, Forschungseinrichtungen, Hotels und Appartmenthäuser angesiedelt werden. Schon im März beginnt die Erschließung.

Noch ist es Zukunftsmusik, aber die Partitur ist im Langener Rathaus schon mit Hochdruck geschrieben worden: Direkt an der S- und Regionalbahnstrecke soll ein Gewerbe- und Technologiepark entstehen. Auf einem 50 Hektar großen Areal zwischen den Bahngleisen und der Pittlerstraße soll künftig „das Herz des Hightech-Standortes Langen schlagen“, verkündet Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD). Schon im März beginnt die Erschließung des Areals mit einer neuen Straße entlang der Bahnlinie hin zur Monzastraße.

Kurz vor den Bürgermeisterwahlen am Sonntag nächster Woche zieht Gebhardt eine Trumpfkarte aus dem Ärmel: An der Wand im Magistratssitzungszimmer hängt eine Planskizze, die aufzeigt, wie die Brachfläche bebaut werden könnte. Fachbereichsleiter Carsten Weise spricht von einer „Visitenkarte, die wir bisher stark vernachlässigt haben und die es zu entwickeln gilt“. Das Stadtplanungsamt habe zusammen mit einem Darmstädter Architekturbüro „ein schlüssiges Konzept“ entstehen lassen, sagt der Bürgermeister.

Fünf Grundstückseigentümer

Die Stadt will Büro-, Handels- und Forschungsflächen schaffen, um Unternehmen aus der Technologie- und IT-Sparte in Langen anzusiedeln. Bis zu sechs Stockwerke werden die neuen Gebäude hoch sein, und sollen auf den Dächern begrünt werden. „Wir haben es hier mit fünf Grundstückseigentümern zu tun“, sagt Gebhardt, und nennt neben der Stadt und den Stadtwerken, die über zwei Grundstücke mit insgesamt 11 000 Quadratmeter Größe verfügen, auch noch die MP Holding GmbH und die Advancis Software und Services GmbH. Zwei weitere Flächen und das Woolworth-Areal am westlichen Rand sind in privater Hand.

Schon im Sommer soll an der Ecke Nassoviastraße / Am Weißen Stein ein Appartementhaus gebaut werden. Gebhardt spricht von „50 bis 60 Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements“. Nebenan, auf dem heutigen Park-and-Ride-Platz, soll ein Hotel entstehen. „Wir werden in absehbarer Zeit ein neues Hotel brauchen können“, meint Gebhardt. Das ortsansässige Steigenberger-Hotel sei vor 30 Jahren gebaut worden und „nicht mehr zeitgemäß“.

Er habe Zweifel, dass die Steigenberger-Gruppe „ihr Engagement verlängert“. Wer das Hotel im Technologiepark betreiben wird, ist noch nicht klar. „Der neue Standort ist hervorragend“, findet Gebhardt – auch angesichts der Tatsache, dass sich am bisher ins Kalkül gezogenen Standort Liebigstraße Handel und Hotel über die Nutzung des Erdgeschosses nicht einig werden.

„Mit dem Parken gehen wir künftig nicht mehr in die Fläche, sondern in die Höhe“, erklärt Weise. Deshalb entsteht im Technologiepark statt des Park-and-Ride-Platzes ein Parkhaus, das auch von Pendlern belegt werden kann, jedoch kostenpflichtig ist.

Investorensuche

Die nächsten Schritte sind schon geplant: Ein Bebauungsplan soll aufgestellt werden, über den die Stadtverordneten im dritten Quartal diesen Jahres beschließen werden. Parallel dazu will Gebhardt auf Investorensuche gehen und auf Immobilienfachmessen für den Technologiepark werben.
Möglicherweise treten auch die Stadtwerke als Investor auf, die durch Verkauf ihres früheren Betriebsgeländes an der Liebigstraße schon bald über das nötige Kapital verfügen. Auch die Firma Advancis, die im benachbarten Monzapark beheimatet ist, steht für die Pionierentwicklung des Technologieparks in den Startlöchern. Sie möchte dort zeitnah einen Bürokomplex hochziehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare