Langen

Langen will Mitsprache bei der RTW-Streckenführung

Die Stadt Langen will der Planungsgesellschaft für die Regionaltangente West beitreten. Sie will so die Streckenverlängerung über Dreieich hinaus forcieren.

Die Stadt Langen möchte neuer Gesellschafter in der Planungsgesellschaft des Schienenprojekts Regionaltangente West (RTW) werden. Dahinter steckt der Wunsch, dass die RTW-Strecke nicht wie bisher geplant in Dreieich endet, sondern bis nach Langen verlängert wird. Als Gesellschafter erhoffe man sich ein stärkeres Mitspracherecht, sagt Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne). Bisher vertritt der Kreis Offenbach als einer der zwölf RTW-Gesellschafter die Langener Interessen; aus der indirekten Mitgliedschaft der Stadt soll nun eine direkte werden.

Die Stadtverordneten werden am 12. Dezember darüber entscheiden, ob Langen der Planungsgesellschaft beitritt. Ein Ja gilt als sicher, weil die Fraktionen schon im Vorfeld im Haupt- und Finanzausschuss einen gemeinsamen Dringlichkeitsantrag zum Beitritt formuliert hatten. So sollte die Langener Forderung auf eine Streckenverlängerung auf die Tagesordnung der Gesellschafterversammlung am vergangenen Donnerstag gebracht werden. „Wir haben davon Kenntnis genommen“, äußert sich Horst Amann, Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft. Mehr könne er nicht sagen, denn die Langener müssten ihren Wunsch mit den Gesellschaftern und dem Kreis Offenbach abklären. Er selbst sei nur „Passagier“, könne einen Beitritt nur vorbereiten.

Die Stadt habe im vergangenen Jahr 80 000 Euro für eine Untersuchung zur möglichen Streckenverlängerung bereitgestellt, erklärt Löbig. Nun sollen im Haushalt 2020 weitere 250 000 Euro für weitere Untersuchungen folgen – etwa, ob es die Taktung zulässt, die RTW-Züge auf den vorhandenen S-Bahn-Gleisen fahren zu lassen. Neu-Isenburg ist diesen Weg schon im Jahr 2013 gegangen. Aktuell ist Langen noch über die Kreisumlage an den 3,74 Millionen Planungsgeldern beteiligt, die der Kreis Offenbach bis dato bezahlt hat. 

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