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Marcel Wilhelm möchte Aufmerksamkeit für drei Hilfsorganisationen schaffen.

Langen

200 Kilometer zugunsten krebskranker Kinder

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Ein Rettungssanitäter aus Langen läuft von heute an in voller Montur bis nach Köln. So will er Spenden für krebskranke Kinder sammeln.

Auf Schusters Rappen für den guten Zweck: Der 25-jährige Sanitäter Marcel Wilhelm will vom heutigen Donnerstag an binnen vier Tagen von Langen nach Köln laufen. Das heißt: rund 200 Kilometer in Rettungsdienstkleidung mit zehn Kilo schwerem Rettungsrucksack. Mit seiner Aktion will er Spenden für Hilfsorganisationen für krebskranke Kinder sammeln. Unter dem Motto „Krebs kennt keine Kilometer“ möchte der 25-Jährige darauf aufmerksam machen, dass es einigen Menschen aktuell noch schlechter geht als denjenigen, die in Corona-Zeiten nur eine Maske tragen müssen. Da bei seinem Lauf pro Tag rund 50 Kilometer anstehen, hat er in den vergangenen Tagen einige Trainingseinheiten absolviert.

„Ich will über meinen eigenen sportlichen Horizont hinausgehen und gleichzeitig Gutes tun“, sagt er. Um 5.30 Uhr ist er heute früh in Egelsbach aufgebrochen – dort, wo er seine Kindheit verbrachte. Über Langen geht es nach Frankfurt, wo er sich mit den Ansprechpartnern des Vereins „Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt“ trifft. Die erste Etappe soll in Bad Camberg enden. Zehn bis zwölf Stunden will Wilhelm pro Tag zurücklegen, bis er am Sonntag den Kölner Dom erreicht.

Wilhelm hofft, dass nicht nur für diesen Verein, sondern auch für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei und den Förderverein für krebskranke Kinder Köln Geld zusammenkommt. „Ich möchte mit meiner Aktion die Leute auf diese Institutionen aufmerksam machen und sie zum Spenden anstacheln“, sagt er. In den sozialen Medien wird er in Live Updates seine Höhen und Tiefen während des Marsches beschreiben und schließlich am 29. November bekanntgeben, ob er die Herausforderung geschafft hat. Wilhelm sammelt bei seinem Spendenlauf selbst kein Geld, will aber Aufmerksamkeit für die Hilfsorganisationen schaffen. Er hofft, dass mindestens 1000 Euro pro Organisation zusammenkommen; sein Wunsch wären jeweils 2000 Euro Spendensumme.

Der Sanitäter hat einen Wohnsitz in Langen, sein Herz schlägt aber für Egelsbach. Vor sechs Monaten ist er nach Köln gezogen, weil er ein Jobangebot vom Fernsehen bekam: Er spielt in einer Serie als Rettungssanitäter mit. Wilhelm war fast zehn Jahre lang in der Jugendarbeit beim Deutschen Roten Kreuz tätig, dann gut zwei Jahre hauptberuflich als Rettungssanitäter im Kreis Offenbach und sitzt jetzt in Teilzeit im Raum Köln im Rettungswagen. Auch Erste-Hilfe-Ausbilder ist er. „Schon öfter bin ich in diesen Jahren auf krebskranke Kinder getroffen“, sagt er. Dass weder diese Kinder noch deren Eltern ihr Lächeln verlören und immer weiter kämpften, habe er stets bewundert.

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