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Selina Dzida belegte den ersten Platz im Bundeswettbewerb.

Langen

Kunst gegen Komasaufen

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Die 17-Jährige Selina Dzida zeichnet das Siegerplakat für eine Kampagne gegen Alkoholmissbrauch.

Selina Dzida aus Langen hat den bundesweiten Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2019 gewonnen. Das teilt die Krankenkasse DAK gestern mit. Die 17-Jährige setzte sich mit ihrer Idee für ein Plakat, das auf Alkoholmissbrauch und die Folgen von Komasaufen aufmerksam macht, gegen bundesweit fast 9000 Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 17 Jahren durch. Der Hauptpreis ist mit 1000 Euro dotiert.

Bei „bunt statt blau“ handelt es sich um eine Kampagne der DAK, die in diesem Jahr zum zehnten Mal aufgelegt wird. Sie soll vor allem Jugendlichen zeigen, dass sie auch ohne Alkohol kreativ sein und mit Freunden Spaß haben können.

Siegerin Selina Dzida besucht die Dreieichschule in Langen und zeichnete für den Wettbewerb ein Bild im Pop-Art-Stil: Eine blau gemalte Frau blickt durch eine bunte Sonnenbrille auf eine bessere Welt ohne Alkohol und kommentiert das mit einem knappen „Wow!“ „Bunt ist besser als blau“, fasst Selina die Aussage ihres Plakats zusammen. It’s your choice!, steht dort noch.

Die Bundesjury, der DAK-Vorstand Andreas Storm und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, angehören, schwärmt: „Eine selbstbewusste junge Frau, die sich mit cooler Haltung einem bunten suchtfreien Leben zuwendet.“ Laut Pressemeldung der Krankenkasse DAK gingen die jugendlichen Wettbewerbsteilnehmer „bewusster“ mit dem Thema Alkohol um, das zeigten Begleitstudien. „Vor allem sind die eingereichten Siegerplakate bei der Aufklärung über die Risiken von Alkohol wirkungsvoller als viele konventionelle Warnhinweise“, so Storm.

Der Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen gehe zwar – auch dank guter Aufklärungsarbeit – insgesamt zurück, aber die aktuelle Krankenhausstatistik zeige auch eine beunruhigende Entwicklung bei den 10- bis 15-Jährigen auf: „Die absolute Zahl der sehr jungen Mädchen und Jungen mit einer akuten Alkoholvergiftung im Krankenhaus ist von 2016 auf 2017 um rund fünf Prozent auf 2764 angestiegen“, so Storm.

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