+
Kita-Kinder (Symbolfoto).

Kinder in Langen

Kein Interesse an Kitaplatz-Sharing

  • schließen

Eltern in Langen können sich nicht vorstellen, den Kita-Platz von Sohn oder Tochter mit anderen Familien zu teilen. Das ist das ernüchternde Umfrageergebnis der Stadt.

Bei Autos oder Arbeitsplätzen klappt die organisierte gemeinschaftliche Nutzung, das sogenannte Sharing, gut. Die Langener SPD hatte deshalb die Idee, man könne doch auch Krippen- oder Kitaplätze teilen. Ein entsprechender Antrag fand im Stadtparlament eine breite Mehrheit. Einige Monate und eine schriftliche Umfrage später nun die Ernüchterung: Das Interesse am Kitaplatz-Sharing geht gegen null, dringend erforderliche Betreuungsplätze können auf diese Weise nicht geschaffen werden.

Mehr als 2200 Briefe hatte der städtische Fachdienst Kinderbetreuung an die Eltern versandt, um in einer Umfrage zu eruieren, ob ein anteiliger Platz für sie zur Debatte steht und in welchem Zeitrahmen die Betreuung für den Nachwuchs aktuell benötigt wird. Fast die Hälfte aller Familien füllte den Fragebogen aus und schickte ihn ins Rathaus zurück.

Ergebnis: Eltern von halbtags betreuten Sprösslingen wollten ihren Kitaplatz gar nicht mit anderen Familien teilen, bei den Eltern von ganztags betreuten Kindern erklärten sich lediglich zwei dazu bereit, den Platz künftig nur noch bis mittags in Anspruch zu nehmen. Damit ließen sich nur zwei verkürzte Nachmittagsplätze schaffen. „Bei zwei halben Plätzen kann es nur ein Mittagessen für ein Kind geben“, erklärte Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) das Problem. Außerdem sei das Vormittagsangebot in den Einrichtungen ein anderes als die Nachmittagsbetreuung. Kinder, die erst später hinzukommen, müssten mit besonderem Augenmerk in die Gruppe eingebunden werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare