+
Claudia Trippel, 55, tritt bei der Bürgermeisterwahl in Langen für die Freien Wähler an. 

Langen

Jetzt sind es sechs Bewerber in Langen

  • schließen

Fürs Bürgermeisteramt gibt es zwei weitere Kandidatinnen. Damit wollen jetzt sechs Bewerber auf den Chefsessel im Rathaus.

Stefan Löbig (Grüne), Angela Kasikci (SPD), Jan Werner und Joost Reinke haben Gesellschaft bekommen: Mit Claudia Trippel (Freie Wählergemeinschaft - Nicht parteigebundene Einwohnervertreter) und der Parteilosen Stephanie Tsomakaeva gibt es zwei weitere Kandidaten fürs Langener Bürgermeisteramt. Somit kämpfen jetzt insgesamt sechs Bewerber und Bewerberinnen um die Nachfolge von Frieder Gebhardt (SPD).

Die beiden Frauen kandidieren zum ersten Mal für den Chefsessel im Rathaus. Claudia Trippel ist Rechtsanwältin und hat sich auf Arbeitsrecht spezialisiert. Anfang 2003 gründete sie ihre eigene Kanzlei in Langen. Die 55-Jährige ist seit 2015 Mitglied der FWG-NEV, sowie seit 2016 Stadtverordnete und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin.

Trippel steht nach eigener Aussage für konservativ-bodenständige und „deutlich am Gewerbe orientierte“ Politik, hat aber ihr Problem mit der Ansiedlung von großen, internationalen Firmen. „Dadurch kommt nicht viel Gewerbesteuer in die städtischen Kassen“, sagt sie. „Wir hätten gerne standorttreues, kleineres Gewerbe in Langen.“

Die Jägerin und Falknerin hofft, ähnlich erfolgreich zu sein wie der 67-jährige FWG-Vorsitzende Heinz-Georg Sehring. Er ging dreimal für die Freien Wähler ins Rennen ums Bürgermeisteramt, kam dabei einmal in die Stichwahl.

Stephanie Tsomakaeva ist Mitglied der Liberal-Konservativen Reformer (LKR), einer Partei, die 2015 vom ehemaligen AfD-Bundessprecher Bernd Lucke initiiert wurde, tritt aber bei der Bürgermeisterwahl als unabhängige Kandidatin an. Sie war Mitglied der Ursprungs-AfD, trat aber zusammen mit Lucke „beim ersten Rechtsruck der Partei aus“.

Die 49-Jährige ging mit 21 Jahren nach Russland, machte sich dort mit einem eigenen Reisebüro selbstständig und lernte dort auch ihren Mann kennen. „Aus politischen, nicht aus wirtschaftlichen Gründen“ kehrte sie 2013 Russland den Rücken und kaufte eine Wohnung im Alphahaus, Langens größtem Wohnhochhaus.

Tsomakeva fordert eine Bürgerteilhabe, damit sich Langener politisch einbringen können, und ein Stadt-Lan, also ein kostenfreies WLAN. Sie ist der Meinung, dass Politiker haften müssen und dass die Langener Feuerwehrkonzepte auf den Prüfstand müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare