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Lass dich drücken: Frieder Gebhardt hat gewonnen.
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Lass dich drücken: Frieder Gebhardt hat gewonnen.

Langen

Gebhardt bleibt Bürgermeister

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Bürgermeisterwahl in Langen: Amtsinhaber Frieder Gebhardt setzt sich mit lediglich 49 Stimmen Vorsprung gegen Jan Werner durch.

Mit hauchdünner Mehrheit haben die Langener gestern Frieder Gebhardt (SPD) zum zweiten Mal zum Bürgermeister gewählt. Der 64-Jährige erhielt bei der Stichwahl allerdings nur 50,2 Prozent, genau 49 Stimmen mehr als sein parteiloser Herausforderer Jan Werner (37), den viele schon als Favoriten gehandelt hatten.

Mehrere hundert Bürger hatten zuvor im völlig überfüllten Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses ein Kopf-an-Kopf-Rennen verfolgt. Zunächst lag Werner, dann Gebhardt vorne. Ein einziges Zittern begann. Nach elf von 16 Wahlbezirken lagen die beiden Kontrahenten jeweils bei genau 50 Prozent. Gebhardt hatte mit nur noch drei Stimmen Vorsprung die Nase vorn. „Was ist eigentlich, wenn beide genau gleich viele Stimmen bekommen?“, fragten mehrere Zuschauer. „Dann wird gelost“, wusste einer.

„So etwas habe ich in meiner politischen Zeit noch nie erlebt“, sagte Gebhardt später, bevor ihm wieder jubelnde Parteifreunde um den Hals fielen. „Das war ein absolutes Wechselbad der Gefühle.“ Nach dem ersten Wahlgang hatte der Sozialdemokrat mit 29,6 Prozent noch klar hinter Werner gelegen, der auf 41,4 Prozent der Stimmen kam. Stefan Löbig (Grüne) hatte vor zwei Wochen 16,2 Prozent, Heinz-Georg Sehring (FWG) 9,3 Prozent erreicht.

An seinen Siegchancen hat Gebhardt offenbar trotzdem nicht gezweifelt. Er sei davon ausgegangen, dass er bei der Stichwahl einen Stimmenzuwachs erhalten wird, sagte er. Werner dagegen habe sein Potenzial bereits ausgereizt gehabt.

Werner, der vor sechs Jahren nur knapp die Stichwahl verfehlt hatte, versuchte sich seine Enttäuschung über die Niederlage nicht allzu sehr anmerken zu lassen. Für einen unabhängigen Kandidaten habe er ein „schönes Ergebnis“ erreicht, sagte er. „Aber knapp vorbei, ist auch vorbei.“ Dem Wahlsieger gratuliere er von Herzen und wünsche ihm für die Zukunft eine gute Hand. In Langen engagieren werde er sich auch weiterhin, sagte Werner, der Professor für Volkswirtschaft an einer privaten Hochschule ist.

Vor zwei Wochen, hatte Werner noch fast alle Wahlbezirke für sich entschieden. Diesmal lag er nur noch bei den Briefwählern, sowie in den Wahllokalen Kita im Grünen, Kita Am Steinberg, Pittler und Albert-Schweitzer-Schule vorne.

Nach dem ersten Wahlgang hatten die Grünen zur Wiederwahl von Gebhardt aufgerufen. Die CDU, deren Mitglied Werner früher war, und die FWG hatten sich dagegen zu keiner Wahlempfehlung für einen der Kandidaten durchgerungen. Nur die Junge Union hatte von Anfang an für Werner geworben.

Gebhardt, früher Geschäftsführer der Langener Arbeiterwohlfahrt, hatte sich vor sechs Jahren in einer Stichwahl klar gegen Berthold Matyschok (CDU) durchgesetzt. Er folgte dem Sozialdemokraten Dieter Pitthan, der zuvor 18 Jahre die Stadt regiert hatte.

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