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Das Urteil zum Kiesabbau am Waldsee ist nun da. Bild: Monika Müller
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Das Urteil zum Kiesabbau am Waldsee ist nun da. Bild: Monika Müller

Langen

Freude über VGH-Urteil zu Waldsee in Langen

  • Silvia Bielert
    VonSilvia Bielert
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Bürgermeister Jan Werner (CDU) fordert einen Schlussstrich unter den Streit zwischen BUND und Sehring zum Kiesabbau.

Nachdem der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel mit seinen zwei Berufungsklagen gegen die Südosterweiterung des Langener Waldsees durch Sand- und Kiesabbau gescheitert ist, zeigt sich Bürgermeister Jan Werner (CDU) erfreut und fordert, jetzt „endlich einen Schlussstrich unter die Angelegenheit“ zu ziehen.

„Die ständigen, ungerechtfertigten Anschuldigungen gegen die Firma Sehring müssen nun endgültig aufhören“, wird Werner in einer Pressemitteilung zitiert. „Dieses Urteil bestätigt, was wir schon immer gesagt haben: Der Abbau von Kies und Sand in der Südosterweiterung des Langener Waldsees entspricht eindeutig dem geltenden Recht“.

Der BUND hatte gegen die Sehring Sand und Kies GmbH und das Regierungspräsidium Darmstadt als Genehmigungsbehörde geklagt. Die Stadt Langen ist Eigentümerin der Flächen und gemäß eines Stadtverordnetenbeschlusses aus dem Jahre 2010 hat Sehring das Nutzungs- und Kiesförderrecht. Die Gründe für die Abweisung durch den VGH sind aber noch nicht bekannt, das Urteil ergeht erst im März schriftlich. Revision ist zudem zugelassen.

„Die Firma Sehring ist ein Traditionsunternehmen, das viel Gutes in und für die Stadt getan hat“, sagt Werner. „Genauso haben das im Übrigen auch meine Amtsvorgänger Dieter Pitthan und Frieder Gebhardt gesehen“, stellt Werner fest. Beide Bürgermeister waren von der SPD.

Langen profitiere vom Kiesabbau finanziell, so Werner, 1,1 Millionen Euro flössen jährlich in den Stadthaushalt. „Ohne diese Einnahmen müssten wir die Grundsteuer weiter erhöhen“, behauptet er und verweist auf „bevorstehende Aufgaben besonders im Bereich Kinderbetreuung“. Rund 100 Arbeitsplätze sichere die Firma Sehring „langfristig“.

Die Gegner des Kiesabbaus, sagt Werner, sollten anerkennen, dass der Genehmigungsprozess auf Gesetzen beruhe. Den Waldverlust habe Sehring „bereits an anderer Stelle im und rund um das Rhein-Main-Gebiet ausgeglichen. Zudem wird im Zuge der Rekultivierung ein ökologisch hochwertiger Zustand hergestellt: 67 Prozent der Gesamtfläche werden aufgeforstet, auf 14 Prozent entstehen Biotope“.

Wie berichtet, wissen die Naturschützer noch nicht, ob sie in Revision gehen. Zuerst will der BUND die schriftliche Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichtshof in Kassel abwarten. bil

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