Langen

Netzwerk der Prima-Unternehmerinnen in Langen wächst

  • schließen

Das Netzwerk der Prima-Unternehmerinnen in Langen wird immer größer. Doch woher kommt eigentlich der Name?

Nein, das „prima“ in ihrem Namen kommt nicht von toll oder super. Die Firmenchefinnen und Freiberuflerinnen, die sich in Langen zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben, haben ihren Namen aus dem Lateinischen gewählt: Prima sei die weibliche Form von Primus, erklären sie. Sie tauschen sich aus, wollen Vorbild sein, wollen Frauen ermutigen, Unternehmerin zu werden. Ein Konzept, das aufgeht: Aus einst zwölf Gesellschafterinnen sind mittlerweile 22 aus vielen Sparten geworden – nicht mehr nur aus Langen. Das neueste Mitglied, eine Siegenerin, ist regelmäßig per Skype zugeschaltet.

Ein Business-Frühstück der Wirtschaftsförderung, an dem viele Unternehmerinnen teilnahmen, brachte den Stein im April 2015 ins Rollen. „Da haben wir festgestellt: Wir sind ja gar nicht so wenige“, sagt Renate Knapp, Geschäftsführerin einer Strategieberatungsfirma in Langen. Dreimal traf man sich dann zum After-Work-Lunch, und schließlich entstand daraus der Wunsch, „mehr zu machen“. Eine GbR wurde gegründet, und im Januar 2016 waren die Prima-Unternehmerinnen geboren – mit ihren orangefarbenen Schals als Markenzeichen. „Wir sind eine ideelle GbR, haben nicht den Gewinn als Ziel“, sagt Knapp. Jährlich wird eine Sprecherin gewählt; in diesem Jahr ist das Verónica Palza de Möller, Inhaberin der Sprachschule Multilingua.

Einmal im Monat treffen sich die erfolgreichen Frauen zu einem Wissensaustausch auf Augenhöhe. „Das ist einfach bereichernd“, sagt Knapp. „Ich frage in die Runde und irgendjemand weiß sicher die Antwort.“ Ulrike Halboth, Inhaberin eines Werbegroßhandels, nennt ein Beispiel: Für sie stellte sich die Frage, welchen Vertrag sie einem Mitarbeiter geben sollte, der ein Firmenfahrzeug zur Verfügung gestellt bekam. „Ich habe von den anderen Gesellschafterinnen einfach drei Verträge vertraulich zugemailt bekommen.“

Die Prima-Unternehmerinnen laden sich aber auch Referenten ein und schauen so gemeinsam mit Interessierten öffentlich über den Tellerrand. Und es gibt das Format „Ungeschminkt“, eine geschlossene Veranstaltung, bei der ein Mitglied einen praktischen Fall aus seinem Geschäftsleben vorstellen und auf Input hoffen darf.

Das größte Aushängeschild ist aber das Start-Up-Camp, das die tatkräftigen Frauen am Girls Day in der Neuen Stadthalle initiieren. „Das Format gibt es sonst nirgendwo“, sagt Knapp. In diesem Jahr wurde zum Beispiel ein Solar- akku erfunden, der in eine Handyhülle integriert ist, oder auch die App „Digistyle“, die je nach Wetter Kombinationen aus dem eigenen Kleiderschrank für das Styling vorschlägt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare