Langen

RP erlaubt Kiesabbau in Langen

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Das Bannwald-Bündnis protestiert. Denn 4,6 Hektar Wald sollen in Langen fallen. Die Bäume müssten geschützt werden.

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt hat den weiteren Kies- und Sandabbau der Sehring Sand & Kies GmbH und Co. KG im Langener Stadtwald bis zum 31. August 2021 genehmigt. Der sieht laut RP-Mitteilung die Rodung von Wald auf einer Erweiterungsfläche von 4,6 Hektar vor. Insgesamt umfasse die Zulassung eine Fläche von rund 138 Hektar. Die Westgrube soll wiederaufgefüllt und renaturiert werden.

Der neue Hauptbetriebsplan des Unternehmens gelte seit 1. September. Für dessen Zulassung habe das RP Sofortvollzug angeordnet. Parallel würde an der Rekultivierung und Aufforstung bereits ausgebeuteter Bereiche gearbeitet.

Unterdessen fordert das Aktionsbündnis Langener Bannwald Umweltministerin Priska Hinz und RP-Präsidentin Brigitte Lindscheid (beide Grüne) auf, den Wald zu schützen. Nur mit intakten Wäldern könne dem Klimawandel begegnet werden.

In der Region seien in den nächsten Jahren mehr als 40 weitere Hektar Mischwald von der Abholzung bedroht, so das Bündnis. Dies, obwohl Renaturierungsverpflichtungen auf bereits ausgebeuteten Flächen noch fällig seien und sich die schnelle Rekultivierung als nicht realisierbar erwiesen habe. „Dafür bitten wir Sie, Frau Ministerin Hinz, geeignete Schritte zu unternehmen, um die Waldvernichtung aufzuhalten. Bei Prüfung und Genehmigung der Pläne sollte dem Schutz des Waldes oberste Priorität gegeben werden“, heißt es vom Bündnis. Geeignetes Mittel sei etwa, ausstehende Klagen von Naturschutzverbänden nicht über das Instrument des Sofortvollzugs auszuhebeln. Hierbei sehe das Bündnis das RP in der Verantwortung. 

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