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Oberarzt Marcus Mittag führt die Besucher durch das Herzkatheterlabor.

Langen

Blick in den OP-Saal

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Die Asklepios-Klinik in Langen feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür.

Zuerst durch das begehbare Herz oder doch lieber den Rollstuhl-Parcours absolvieren? Oder den Intensivmedizin-Hubschrauber besichtigen? Die Asklepios-Klinik hat es den Besuchern am Samstag nicht leicht gemacht: Zum 50-jährigen Bestehen lud das Klinikum zum Tag der offenen Tür – und da mangelte es nicht an Angeboten, das Krankenhaus ganz neu zu entdecken.

Ein Hingucker gleich auf dem Parkplatz ist der Hubschrauber der Johanniter Luftrettung aus Reichelsheim. Wie schnell er fliegen könne, gehört zu den beliebtesten Fragen. „Bis zu 320 Stundenkilometer“, antworte Dominik Schmitt geduldig. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet er als „Hems“ (Helicopter Emergency Medical Services) und ist sowohl für den Piloten wie für den mitfliegenden Notarzt Ansprechpartner.

Ruhiger geht es in der Klinik zu: Angela Ebert zeigt Bilder, die Patientinnen der Psychoonkologie gemalt haben. Seit einigen Jahren bietet das Krankenhaus die Maltherapie für Krebspatienten an. „Bis auf einen Mann haben sich bisher nur Frauen angemeldet“, sagt Ebert.

Auf der Galerie können sich die Besucher an einem Rollstuhl-Parcours versuchen. „Schwerer als es ausschaut“, befindet eine Frau, ihrer Tochter fällt der Hindernislauf auf Rädern wesentlich leichter. Wie gebrochene Knochen mit Schrauben zusammengefügt werden, können Kinder ausprobieren oder sich an chirurgischen Präzisionsinstrumenten versuchen: Mit der zangenartigen Steuerung winzige Ringe zu sortieren, ist gar nicht so einfach.

Gerade für Kinder hat das Klinikum einiges an Angeboten parat. „So können wir spielerisch vermitteln, dass man vor einem Krankenhausaufenthalt keine Angst haben muss“, sagt Ulrike Becker. Zusammen mit Birgit Kappes erklärt die Krankenschwester der Intensivstation den OP-Vorbereitungsraum. Teddy „Horst“ muss verarztet werden, nebenan zeigt Kirsten Naujoks stellvertretende Leitung der Anästhesie, was alles zur Narkose gehört - auch hier dient ein Teddy als Anschauungsobjekt. Bei lokalen Betäubungen können die Patienten seit einigen Wochen sich die Zeit während der Operation mit einer Videobrille vertreiben. „Von Zeichentrickserien wie Wickie bis zur Tierdoku haben wir viele Filme im Angebot“, sagt Naujoks. Selbst Verdis „La Traviata“ kann geschaut werden. „Mitgesungen hat aber noch keiner“, sagt sie und lacht.

Unter der Anleitung von Kappes und Becker können sich die Besucher an einer Puppe in Herzmassage versuchen. Das Lied „Stayin‘ Alive“ der Bee Gees eigne sich als Rhythmusgeber hervorragend. „Einige machen es auch auf ‚Highway to Hell‘, aber ‚bleib am Leben‘ klingt doch besser“, sagt Kappes.

Anna-Lena und Eray haben indes ihr „Wickeldiplom“ absolviert: Kinder können im Elternzentrum lernen, wie Babys versorgt werden. „Wir hatten sogar schon Eltern hier, die ihren Kindern sagten, dass sie von unserem Team auf die Welt gebracht wurden“, sagt Oberärztin Annette Dürr und lacht.

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