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Langen/Dreieich

Pauschale ist gerecht

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Stadt Dreieich handelt nach dem Verursacherprinzip. Ein Kommentar.

Auf den ersten Blick erscheint es heftig: 50 Euro für wiederholtes spätes Abholen in der städtischen Kita. Wie schnell kann ja etwas dazwischenkommen: der Stau auf dem Heimweg, der Auftrag, den der Arbeitgeber unbedingt noch abgearbeitet haben will, ein Unfall, eine verspätete S-Bahn. Und doch handelt die Stadt Dreieich hier eigentlich nur nach dem Verursacherprinzip: Wiederholte Spätabholung wirft Kosten auf, weil die Erzieherinnen dann ein Anrecht auf Überstundenzuschläge haben. Es wäre unfair, diese Mehrkosten von allen Eltern bezahlen zu lassen – durch eine erneute Erhöhung der Kita-Gebühren, die in Dreieich aktuell nur knapp acht Prozent der Gesamtkosten abdecken.

Im Übrigen tun sich Eltern, die ihren Kindern vorleben, Unpünktlichkeit sei völlig normal, selbst keinen Gefallen. Ihr Sprössling wird es ihnen in späteren Jahren gleichtun. Frei nach dem Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“

Die Dreieicher Parlamentarier waren sich jedenfalls einig; der Beschluss, die 50-Euro-Buße in die neue Kita-Satzung aufzunehmen, fiel einstimmig. Bevor es so weit komme, würden aber erst sämtliche Gesprächsmöglichkeiten mit den Eltern ausgeschöpft, erklärte der Bürgermeister.

Auch der Hessische Städtetag hat die Verspätungspauschale empfohlen. Es ist somit abzusehen, dass andere Städte dem Dreieicher Beispiel folgen werden.

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