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Eine Photovoltaikanlage soll die Kläranlage mit Strom beliefern.
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Eine Photovoltaikanlage soll die Kläranlage mit Strom beliefern.

Stadtwerke Rodgau

CDU kritisiert Stadtwerke

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Stadtwerke prüfen den Neubau des Recyclinghofs an der Justus-von-Liebig-Straße. Der bisherige Wertstoffhof stoße an die Grenzen seiner Kapazität. Die CDU kritisiert die Pläne und zweifelt die Notwendigkeit eines Neubaus an.

Der bisherige Recyclinghof der Stadt Rodgau an der Hans-Böckler-Straße im Jügesheimer Gewerbegebiet könnte ausgedient haben. Die Stadtwerke prüfen, ihn für zwei Millionen Euro auf das Bauhofgelände an der Justus-von-Liebig-Straße im selben Gewerbegebiet zu verlegen.

Der Wertstoffhof stoße auf der bisherigen Fläche an Kapazitätsgrenzen. Er entspreche zudem nicht mehr dem neuesten Stand der Technik, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) gestern. Im Vorwort des am Montag gegen die CDU-Stimmen beschlossenen Wirtschaftsplans der Stadtwerke für das laufende Jahr ist auch von gesetzlichen Anforderungen die Rede, die der Recyclinghof nach einem Neubau genügen müsse.

Alternativen geprüft

Weitere gut drei Millionen Euro könnte der bereits seit mehr als zwei Jahren diskutierte Bau eines neuen Betriebsgebäudes auf dem Gelände an der Hans-Böckler-Straße kosten. Im Neubau soll die Verwaltung der noch auf mehrere Standorte verteilten Geschäftsbereiche gebündelt werden. Dann könnten die Stadtwerke etwa ihr Gebäude an der Friedberger Straße in Dudenhofen aufgeben. Noch prüften die Stadtwerke auch Alternativen zu den beiden Neubauten auf ihre Wirtschaftlichkeit, sagte Hoffmann. Dieses Jahr solle aber eine Entscheidung fallen.

Schneller verwirklicht werden könnte nach Ansicht Hoffmanns der Bau einer etwa eine Million Euro teuren Photovoltaikanlage auf einem 7000 Quadratmeter großen städtischen Gelände nördlich der Autobahn 3. Dafür müsste allerdings noch der Regionale Flächennutzungsplan angepasst werden. Den gewonnenen Strom soll die Kläranlage in Weiskirchen nutzen. Vor einem Jahr hieß es, so sinke der Anteil des Stroms, der hinzu gekauft werden muss, auf nur noch 25 bis 30 Prozent. Wirtschaftlichkeitsberechnung hätten ergeben, dass die Investition für die Stadt „mehr als auskömmlich“ sei, sagte Hoffmann gestern.

Scharfe Kritik an den Bauvorhaben kommt von der CDU-Fraktion. Der Recyclinghof erfülle auch bisher seinen Zweck, sagte Anette Schweikart-Paul. Schon in den beiden vergangenen Jahren hatte sie zudem Zweifel an der Notwendigkeit für den Bau eines neuen Bürogebäudes an der Hans-Böckler-Straße geäußert. Die Stadtwerke gäben locker fünf Millionen Euro aus, die die Bürger dann auf die Gebühren gepackt bekämen, kritisierte Schweikart-Paul. Sie rügte zudem, dass es keine Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Bau der Photovoltaikanlage gebe. Falsch nannte Schweikart-Paul es im Stadtparlament auch, bei den Stadtwerken neue Leitungsstellen zu schaffen. Bald gebe es dort nur noch Häuptlinge, aber keine Indianer mehr, kritisierte sie.

Vier neue Stellen

Weder die Vertreter der Kooperation von SPD, Grünen, FDP und Freien Wählern noch Bürgermeister Hoffmann gingen im Stadtparlament auf die Kritik der CDU ein. Ohne Gegenrede stimmten die Kooperation und die Fraktion Zusammen mit Bürgern für den Wirtschaftsplan. Hoffmann räumte ein, dass bei den Stadtwerken vier zusätzliche Stellen geschaffen würden. Das habe auch mit deren geplanten Neustrukturierung zu tun. Er verwies auf den Plan, Netzgesellschaften zu gründen, die mit dem Vertrieb von Strom und Gas Geld verdienen sollen. „Wir denken über die Gründung einer GmbH nach“, sagte er.

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