Rödermark

Klage gegen Flugroute

Stadt zieht wegen Lärm vor Gericht.

Nachdem die Stadt Rödermark jahrelang vergeblich eine Verlegung der Flugroute für Business Jets Richtung Flugplatz Egelsbach gefordert hat, zieht sie nun gegen die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, vor Gericht. Wie Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) jetzt im Haupt- und Finanzausschuss mitteilte, hat der Magistrat den Beschluss gefasst, Klage zu erheben.

Die Bürger litten unter vermeidbarem Lärm, die Route direkt über die Wohngebiete im Süden der Stadt berge zudem Risiken. Die Stadt sei, obwohl sie von der Routenführung betroffen ist, nicht an deren Festlegung beteiligt worden, begründet Kern die Klage.

Er hatte erst vor kurzem in einem Schreiben an das Bundesaufsichtsamt, die Deutsche Flugsicherung und das Regierungspräsidium moniert, dass die Flugsicherung trotz Auftrags der Fluglärmkommission die von der Stadt geforderte Umfliegung der Wohngebiete noch immer nicht untersucht habe. Die Flugsicherung testet dagegen derzeit eine größere Flughöhe über Rödermark, die nach eigener Auskunft aber keine große Entlastung in Puncto Lärm bringe.

„Wir lassen uns nicht länger hinhalten“, sagte Kern der Frankfurter Rundschau. „Es geht uns zu langsam voran.“ Die Angelegenheit müsse offensichtlich im förmlichen Verfahren geklärt werden. Die Stadt vertreten wird Rechtsanwalt Thomas Mehler. (cm.)

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