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Maintal

Kinderrechte in Maintal stärken

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Die Stadt Maintal strebt die Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“ an. Maintal hat seit 1990 als eine der ersten Kommunen in Hessen bereits eine Kinderbeauftragte.

Maintal will Kinder und Jugendliche mehr mitbestimmen lassen und so das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ erhalten. Bürgermeisterin Monika Böttcher (parteilos) kündigt an: „Durch eine stärkere Beteiligung der jungen Generation ermöglichen wir, dass sie die Zukunft unserer Stadt aktiv mitgestalten.“

Das Zertifikat vergibt der gleichnamige Verein, der von Unicef und dem Kinderhilfswerk getragen wird. Ziel sei es, Kinderrechte besser umzusetzen, vor allem das Recht auf Mitbestimmung. Maintals Nachbarstadt Hanau war 2014 die erste Kommune, die das Siegel erhielt. Aktuell nehmen 23 Städte an dem Programm teil, das zunächst vier Jahre läuft und verlängert werden kann, darunter Potsdam, Köln, Regensburg und Eltville. Vorbild ist die 1996 gestartete, internationale Initiative Child Friendly Cities.

Maintal hat seit 1990 als eine der ersten Kommunen in Hessen eine Kinderbeauftragte, die sich um die Belange der heute 7000 Kinder und Jugendlichen kümmern soll. Auch Monika Böttcher übte das Ehrenamt früher aus. Zudem gibt es einen Jugendpreis für besonderes Engagement, aber zum Beispiel kein festes Kinder- und Jugendparlament.

Jetzt hat sich die Stadt in einer Vereinbarung verpflichtet, bis 2020 mit jungen Maintalern einen Aktionsplan zu erstellen, um den Nachwuchs besser zu fördern und zu beteiligen. Der Plan muss innerhalb von drei Jahren verwirklicht werden. Es gehe darum, „Beteiligung der jungen Bürger in Maintal zu stärken und nachhaltig zu verankern“, sagt die Vize-Vorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen, Andrea Flory. „So können Politik und Verwaltung von Kindern und Jugendlichen als Experten in eigener Sache viel lernen.“

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