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Keine Lust auf OF-Kennzeichen im Kreis Offenbach.

Autokennzeichen

Keine Chance für NY statt OF

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Im Kreis Offenbach haben die Autofahrer keine Lust auf ein OF-Kennzeichen. Ein eigenes Autokennzeichen für ihre Stadt hätten sechs Kommunen gerne. Neu-Isenburg will NY, Rodgau ROG - doch der Bundesrat ist dagegen.

Im Kreis Offenbach haben die Autofahrer keine Lust auf ein OF-Kennzeichen. Ein eigenes Autokennzeichen für ihre Stadt hätten sechs Kommunen gerne. Neu-Isenburg will NY, Rodgau ROG - doch der Bundesrat ist dagegen.

Gern sind die Autofahrer im Kreis Offenbach nicht mit dem Kennzeichen OF unterwegs. Anders ist kaum zu erklären, dass sechs Kommunen bei der Kreisverwaltung Interesse an einem eigenen Kennzeichen angemeldet haben. Rodgau hätte gern ROG, Dreieich DR, Langen LGN, Mühlheim MHM, Hainburg HBG, Neu-Isenburg NY.

„NI ist schon vergeben“, sagt der Isenburger Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). Die Abkürzung steht für den Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen. Ein eigenes Kennzeichen könnte die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zeigen, sagt Hunkel. Mit Offenbach hätten sich die Isenburger, die sich schon immer mehr nach Frankfurt orientierten, nie verbunden gefühlt.

Identifikation mit der Heimatstadt

Noch lieber als LGN hätte der Langener Magistrat künftig L, LA oder LG auf dem Kennzeichen. Doch mit diesem fahren schon die Autofahrer in Leipzig, Landshut und Lüneburg. Auch LAN scheide aus, weil diese Kombination bereits die Stadt Landau an der Isar im Visier habe. Auch ein LGN auf dem Nummernschild könne aber die Identifikation der Langener mit ihrer Heimatstadt fördern, glaubt Erster Stadtrat Klaus-Dieter Schneider (parteilos).

Kreissprecherin Ursula Luh geht allerdings mit Blick auf einen Bundesratsbeschluss davon aus, dass sich die Wunschkennzeichen erledigt haben. Dieser hat in der vergangenen Woche entschieden, frühere Kennzeichen, also etwa DI für Dieburg oder USI für Usingen, wieder zuzulassen. Weitergehenden Plänen der Bundesregierung, auch völlig neue Nummernschilder zu erlauben, erteilte das Gremium aber eine Absage. Sonst komme es zu einer unübersichtlichen Vielzahl zusätzlicher Kennzeichen.

Im Kreis Offenbach gibt es kein früheres Kennzeichen, das wiederbelebt werden könnte. Dass die Ober-Röder, Urberacher und Nieder-Röder, die bis 1977 zum Kreis Dieburg gehörten, wieder mit DI fahren, ist laut Kreis wegen der Gebietsreform nicht möglich. Hunkel ist nicht allzu betrübt, dass aus NY wohl nichts wird. „Wenn es nicht klappt, geht die Welt auch nicht unter.“

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