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Die Fußballspieler von TGMSV haben in dieser Saison häufig Grund zum Jubeln gehabt.
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Die Fußballspieler von TGMSV haben in dieser Saison häufig Grund zum Jubeln gehabt.

TGMSV Jügesheim

Kein Geld für den Aufstieg

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der TGMSV Jügesheim ist auf Meisterschaftskurs: Viermal in Folge ging das Rodgauer Stadtteil-Team zuletzt als Sieger vom Platz und liegt nach 27 Spieltagen auf dem ersten Platz der Hessenliga. Der Verein will jedoch auf den Aufstieg verzichten, weil er die riesigen Kosten scheut.

Sportlich läuft es für die Fußballspieler von TGMSV Jügesheim seit Monaten hervorragend. Seit dem 12. Oktober hat die von Ex-Profi Lars Schmidt trainierte Mannschaft schon nicht mehr verloren. Viermal in Folge ging das Rodgauer Stadtteil-Team zuletzt als Sieger vom Platz. Es liegt nach 27 Spieltagen auf dem 1. Platz der Hessenliga. Die Meisterschaft rückt näher.

Nach einem Aufstieg in die Regionalliga Südwest könnten sich die Jügesheimer mit Traditionsklubs wie Kickers Offenbach, Waldhof Mannheim, Eintracht Trier und SSV Ulm messen. Doch dazu wird es aller Voraussicht nach nicht kommen. Der Verein scheut die riesigen Kosten. Er will auf den Aufstieg verzichten und plant für eine weitere Saison in der höchsten hessischen Klasse.

„Schade ist es schon“, sagt Uwe Kuhn, im Vorstandsteam des Vereins unter anderem für den Fußball zuständig. „Die Mannschaft hätte es verdient aufzusteigen.“ Doch in der Regionalliga zu spielen, sei für den Verein nicht zu stemmen. „Es wäre falsch, uns in das Abenteuer zu stürzen“, sagt der frühere Spieler der TGM im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Das Risiko sei zu hoch.

Interesse an Amateurfußball ist gering

Für den Verein sei es schon eine „große Aktion“, den Fußball in der Hessenliga am Laufen zu halten. Der Etat sei einer der geringsten aller Teams. Die Spieler erhielten lediglich eine Aufwandsentschädigung.

Um in der Regionalliga antreten zu dürfen, müsse der Verein aber eine Vielzahl an Sicherheitsauflagen erfüllen. Sitzplätze müssten im gemeinsam mit der TGS Jügesheim betriebenen Maingau-Energie-Stadion geschaffen werden, die Zuschauer der Gastmannschaft einen separaten Bereich erhalten, zusätzliche sanitäre Einrichtungen entstehen. „Wenn wir die Auflagen erfüllen würden, würde das einen sechsstelligen Betrag kosten“, sagt Kuhn. Das Geld habe der Verein mit 1750 Mitgliedern nicht.

Keinen Hehl macht Kuhn daraus, dass er die vom Fußballverband und der Polizei verlangten Bedingungen für überzogen hält. Natürlich gebe es Risikospiele, etwa gegen die Kickers oder Waldhof Mannheim. Bei Matches gegen kleinere Vereine oder zweite Mannschaften von Bundesligaklubs seien aber keine gewaltbereiten Fans zu erwarten. Gegen Freiburg II oder Mainz II kämen auch nicht mehr als 300 Zuschauer.

Dass in der Hessenliga selbst bei Spielen gegen den Lokalrivalen Seligenstadt nur 500 Leute ins Stadion kommen, sonst noch deutlich weniger, findet Kuhn schade. Auch das öffentliche Interesse am hochklassigen Amateurfußball sei gering. Eine Idee könne sein, dass man die Hessenliga in eine Staffel Nord und eine Staffel Süd teilt, so dass es mehr Spiele gegen Mannschaften aus der Region gibt.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Jügesheimer am Samstag, 29. März, gegen OSC Vellmar. Anpfiff ist um 16 Uhr im Maingau-Energie-Stadion.

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