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Die Zukunft der Mühlheimer Fähre liegt im Ungewissen. 

Mainfähre

Kein Fähr-Kapitän in Sicht

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Der einzige Interessent für die Mühlheimer Fähre hat den Zuschlag nicht erhalten, weil er kein qualifiziertes Personal für das Lenken des Schiffes fand.

Der Kreis Offenbach hat am gestrigen Freitag präzisiert, warum der einzige Interessent für die Mühlheimer Mainfähre nicht den Zuschlag erhielt: „Der mögliche Betreiber hat kein Personal gefunden“, sagte Ursula Luh, Pressesprecherin des Kreises, auf FR-Nachfrage.

Der einzige Bieter, der Interesse an der Mühlheimer Fähre bekundet hatte, sei aus der Region, habe bisher aber keine Fähre betrieben und habe auch kein Patent zum Lenken des Schiffes. Somit hätte er einen „Kapitän“ einstellen müssen. Genau daran scheiterte es aber. „Er konnte uns nicht darlegen, wie er den Fährbetrieb aufrechterhalten kann“, so Luh.

Aus genau diesem Grund hatte ein renommierter Personaldienstleister aus der Rhein-Main-Region auch davon abgesehen, an dem Interessenbekundungsverfahren teilzunehmen, das der Kreis als Eigentümer der Fähre ausgeschrieben hatte – obwohl er das eigentlich plante. „Er hat sogar deutschlandweit gesucht und kein Fährpersonal gefunden“, sagt Luh.

Der Kreis habe mit den beiden Städten Mühlheim und Maintal das Gespräch gesucht und habe sie gebeten, doch nochmals auf die Suche nach Ideen für den Fährbetrieb zu gehen. Wie nun weiter verfahren wird und ob sogar ein Verkauf der Fähre Thema sein könnte, entscheidet der Kreistag in seiner Sitzung am 19. Februar.

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