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Die Förderbänder in den Paketzentren transportieren aktuell noch sehr viele Sendungen. deutsche post DHL
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Die Förderbänder in den Paketzentren transportieren aktuell noch sehr viele Sendungen.

Obertshausen/Rodgau

Jede Menge Arbeit in den Paketzentren in Rodgau und Obertshausen

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Die Paketmengen sind nach Weihnachten immer noch extrem hoch. In den DHL-Paketzentren in Obertshausen und Rodgau herrscht Hochbetrieb.

In den großen Paketzentren in Obertshausen und Rodgau laufen Mensch und Maschine weiterhin auf Hochtouren – auch wenn Weihnachten schon lange vorbei ist. Der Corona-Lockdown, Retourensendungen und das Einlösen von Weihnachts-Geschenkgutscheinen wirken sich auf die Sendungsmengen aus: Im Vergleich zum Vorjahr müssen derzeit 20 bis 30 Prozent mehr Pakete und Päckchen in den beiden Betrieben sortiert werden – wobei das Gros der Sendungen von gewerblichen Versendern stammt. „Wir rechnen damit, dass wir wohl bis Ende Februar zusätzliche Fahrzeuge, zusätzliche Mitarbeiter und zusätzliche Betriebsmittel brauchen“, sagt Stefan Heß, Pressesprecher von Deutsche Post DHL.

Fünf- bis siebenprozentige Steigerungsraten hatte der Paketdienstleister für 2020 geplant, und diese Kennzahl hat er sich auch fürs Jahr 2021 ins Buch geschrieben. Die Realität sah zumindest im Vorjahr ganz anders aus: DHL vermeldet für 2020 ein Plus von 15 Prozent – das sind bundesweit rund 1,8 Milliarden Pakete mehr. „Als im März die Corona-Welle kam, haben sich für uns alle Stellschrauben geändert“, sagt Heß. „Klein- und Mittelständler haben den postalischen Versand ihrer Waren zum Kunden entdeckt und ihre Onlinegeschäfte ausgeweitet, was extreme Sendungsmengen mit sich brachte und nach wie vor mit sich bringt.“

In Zahlen ausgedrückt heißt das: 580 000 Pakete und Päckchen – 100 000 mehr als an „Normaltagen“ – werden derzeit werktäglich in ein- und ausgehender Richtung im Paketzentrum Obertshausen sortiert. Das Center wurde im Juni 2016 offiziell in Betrieb genommen und zählt zu den größten in Deutschland. Das bisherige Paketzentrum Rodgau wurde aber nicht stillgelegt, sondern blieb zusätzlich in Betrieb. Dort sind aktuell täglich 300 000 Pakete und Päckchen zu bearbeiten – rund 70 000 mehr als sonst. Und in der mechanisierten Zustellbasis in Darmstadt sortiert man momentan rund 16 500 statt bisher 11 500 Pakete.

Eine Statistik der Pakete und Päckchen pro Tag.

Wie viele der Sendungen Retouren sind, gibt DHL extern nicht preis. Fakt sei aber, dass E-Commerce der Treiber hinter dem Paketgeschäft sei, sagt der Pressesprecher, und zu diesem Geschäftsmodell gehöre eben auch die bequeme Rücksendung von Waren, wenn etwas nicht gefällt oder nicht passt.

Laut Heß erreichen in der Regel etwa 83 Prozent aller Inlandspakete bereits einen Tag nach der Einlieferung ihre Empfänger:innen in ganz Deutschland. Trotz personeller Verstärkung könne man aber nicht ganz ausschließen, dass es „in einigen Fällen auch mal zu Verzögerungen bei der Bearbeitung und Auslieferung kommen kann“.

300 Aushilfskräfte unterstützen im Paketzentrum Obertshausen derzeit die 600 Mitarbeiter:innen, die zur Stammbelegschaft zählen und in drei Schichten arbeiten, in Rodgau greift man auf 150 zusätzliche Kräfte zurück, die die 450 Festangestellten verstärken. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Studierende – und zwar meist um diejenigen, „die immer wieder bei uns arbeiten, wenn wir mit Sendungsspitzen wie Weihnachten oder Black Friday konfrontiert sind“, so Heß. Trotzdem müssen in den beiden Zentren auch Sonderschichten gefahren werden.

Seit dem Ausbruch von Covid-19 wurden dort auch umfassende Schutzmaßnahmen umgesetzt, die die Gesundheits- und Ordnungsämter immer wieder überprüfen, so Heß. Dazu zählen beispielsweise prophylaktische Covid-19-Tests sowie der Start der Zusteller:innen in mehreren Wellen, damit die Abstände in den Betriebsstätten besser eingehalten werden können. Außerdem laufe die Zustellung von Päckchen und Paketen nun kontaktlos ab, weil die Paketbot:innen die Unterschrift für die Kunden übernehmen.

Meldungen zu Verdachts- und Infektionsfällen in den Paketzentren kommuniziert der Konzern nicht. Nur so viel: „Unsere Sicherheitsvorkehrungen greifen, so dass es bislang kaum zu Beeinträchtigungen des Betriebs gekommen ist.“

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