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Islamkritiker spricht von Notwehr

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Von: Christoph Manus

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Der selbst ernannte Prophet und Islamkritiker Zahid Khan rechtfertigt seine Schüsse auf zwei mutmaßliche Angreifer. Diese hätten ihn umbringen wollen. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt noch. Einer der Angreifer wurde bei der Schießerei am Bein verletzt.

Der genaue Hintergrund für die Schießerei auf einem Waldparkplatz zwischen Dietzenbach und Rodgau, bei der am Montagabend ein 36 Jahre alter polizeibekannter Frankfurter am Bein verletzt wurde, ist auch zwei Tage später noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt konnte am Mittwoch auf Anfrage noch keine neuen Ermittlungsergebnisse nennen.

Der Schütze, der selbst ernannte Prophet und Islamkritiker Zahid Khan, geht davon aus, dass der Frankfurter und ein flüchtiger zweiter Mann ihm aufgelauert haben. Beide Männer seien bewaffnet gewesen. Sie hätten vorgehabt, ihn umzubringen. Khans Frau Christiane, eine Rechtsanwältin, spricht von einer „zielgerichteten Tötungsabsicht“.

Zahid Khan hatte am Montagabend selbst die Polizei gerufen. Er sagte aus, er habe die Schüsse nur abgegeben, um sich zu verteidigen.

Khan hat Angst um seine Familie

Der 56-Jährige, der einen Waffenschein besitzt, vermutet im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau, dass die Angreifer wussten, dass er oft abends in dem Waldgebiet joggt oder spazieren geht. „Das war kein Zufall“, sagt der gebürtige Pakistaner, der eine Islamisierung den schlimmsten Alptraum, der passieren kann, nennt. Khan behauptet, im Islam manifestiere sich „der Höhepunkt des Schaffens Satans“.

Ständig erhalte er Morddrohungen. Deshalb stehe er unter Staatsschutz. Die Polizei habe bereits mehrere Menschen vor seinem Haus verhaftet. „Ich habe Angst und Sorge um meine Familie“, sagt er. Seine Thesen will der Autor mehrerer Bücher aber weiter verbreiten. „Ich will die Menschheit retten und auf den richtigen Weg führen“, erklärt er.

Erst Ende Juni wurde Khan bei einer Kundgebung auf dem Offenbacher Marktplatz angegriffen. Islamische Aktivisten bespuckten die Redner und bewarfen sie mit Gegenständen. Die Polizei nahm sieben Männer wegen Körperverletzung, Beleidigung und Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole fest. Vergangenes Jahr verhinderte die Polizei, dass Demonstranten vor das Haus Khans in Nieder-Roden zogen.

Ein islamischer Aktivist hatte im Juni vergangenen Jahres versucht, Khans Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ gerichtlich verbieten zu lassen, war damit aber vor dem Landgericht Darmstadt gescheitert.

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