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Islamkritiker schießt auf Angreifer

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Der Islamkritiker Zahid Khan soll auf einem Waldparkplatz im Landkreis Offenbach auf einen Angreifer geschossen und diesen dabei leicht verletzt haben. Khan hat mit seinen islamkritischen Schriften Muslime erzürnt. Er selbst sieht sich als neuer Prophet.

Bei einer Schießerei auf einem Waldparkplatz zwischen Dietzenbach und Rodgau (Kreis Offenbach) ist am Montag ein Mann verletzt worden. Der 36-jährige Frankfurter musste am Bein operiert werden, schwebt laut Polizei aber nicht in Lebensgefahr.

Die Schüsse abgegeben hat ein 56-jähriger Rodgauer. Laut Hessischem Rundfunk soll es sich dabei um den Islamkritiker Zahid Khan handeln. Dessen Frau bestätigte dies gegenüber dem Sender. Der Schütze, der einen Waffenschein besitzt, hatte selbst die Polizei verständigt. Nach seiner Aussage war er mit zwei Männern spazieren, als ihnen gegen 23 Uhr zwei Männer entgegenkamen. Es sei zu einem heftigen Streit gekommen. Geschossen habe er, um sich zu verteidigen.

Kundgebung nach Protesten abgebrochen

Khan hatte in der Vergangenheit mit islamkritischen Schriften Muslime erzürnt. Ende Juni hatte die Polizei in Offenbach eine Kundgebung Khans nach Protesten vorzeitig abgebrochen.

Der 56-jährige Rodgauer sieht sich selbst als neuer Prophet, der eines Nachts von Engeln zu den „Bergen der Verwunderung“ gebracht und dort von Gott für die „letztendliche Erlösung der Menschheit“ auserwählt worden sei. In der „geistigen Welt“ will Khan mehrfach dem vor 1400 Jahren gestorbenen islamischen Religionsgründer Mohammed begegnet sein. Dabei habe dieser gestanden, seine Anhänger gründlich hinters Licht geführt zu haben: Der Koran beispielsweise sei gar nicht heilig.

Khans Buch „Die Verbrechen des Propheten Mohammed“ hat das Potenzial, die Gefühle strenggläubiger Muslime in Aufruhr zu bringen. Das zeigte sich bei einer Demonstrationen im Landkreis Offenbach, bei denen der Autor sogar mit dem Tod bedroht wurde. Das Landgericht Darmstadt hatte die Klage eines Moslems gegen das Werk abgelehnt. cm/msa/lad

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