Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Offenbach

Inzidenz bei 388

Stadt hofft auf Hilfe des RKI. Ernste Lage in Altenheimen im Kreis.

Offenbach hat mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 388,4 Fällen auf 100 000 Einwohner am Wochenende einen neuen Negativ-Rekordwert erreicht. Die Stadt liegt mit diesen Zahlen seit dem 11. November an der Spitze des Infektionsgeschehens aller Städte in Rhein-Main und in Hessen. Die Zahl der Corona-Toten in Offenbach stieg gestern auf insgesamt 23, die Verstorbenen waren zwischen 36 und 102 Jahren alt. Der Kreis Offenbach dagegen meldet zwar „nur“ eine Inzidenz von 230,2, spricht aber von einer „ernsten Lage“ in den Alten- und Pflegeheimen.

Weshalb sich das Virus gerade in Offenbach so ausbreitet, lässt die Verantwortlichen etwas ratlos zurück. Es heißt, der rasante Anstieg am Wochenende resultiere aus einem statistischen Effekt. Am 14. November seien nur acht neue Fälle verzeichnet worden, obwohl es wesentlich mehr gewesen seien. Aber die Auswertung von über 500 vorsorglich vorgenommenen Tests in Alten- und Pflegeheimen habe mehrere Tage in Anspruch genommen und nun mit Verzögerung zu dem sprunghaften Anstieg von 129 neuen Fällen allein am Freitag und Samstag geführt.

Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) sagte der FR, er könne die Entwicklung der vergangenen Woche nicht erklären. Er betonte aber, Alleingänge in Offenbach machten keinen Sinn, wenn das komplette Rhein-Main-Gebiet ein Hotspot mit täglich Zehntausenden Pendlern sei. Es sei deshalb jetzt nicht die Stunde der Einzelkämpfer, sondern die Stunde eines koordinierten Vorgehens. Gemeinsam mit Offenbachs Gesundheitsdezernentin Sabine Groß (Grüne) plädiert Schwenke für ein bundesweit einheitliches Stufenmodell, das für feste Inzidenzen ab einem bestimmten Wert zusätzliche Maßnahmen für besonders betroffene Regionen festlegt.

Die städtische Pressesprecherin Kerstin Holzheimer meinte, die Ursachenforschung sei momentan schwierig, weil das Gesundheitsamt „am Anschlag“ arbeite. Die Zahl der unbekannten Infektionsquellen sei sehr hoch. Offenbach hoffe aber auf Unterstützung durch Beschäftigte des Robert-Koch-Instituts, die sich die Zahlen anschauen wollten und dann vielleicht das Infektionsgeschehen erklären könnten.

Die von Offenbach gemeldeten Zahlen zur Sieben-Tage-Inzidenz unterscheiden sich häufig von denen des Hessischen Sozialministeriums, weil die Stadt auf aktuellere Daten zurückgreift.

In 14 Alten- und Pflegeheimen im Kreis Offenbach sind aktuell Bewohner und Bewohnerinnen sowie Beschäftigte infiziert. Rund 150 Personen seien betroffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Kreisbehörde. Das Haus Elfriede in Rodgau meldet mit 31 älteren Menschen und 18 Beschäftigten die meisten Covid-19-Patient:innen, im Haus Jona in Obertshausen sind es 39 Senior:innen und sieben Beschäftigte. Die Arbeitsgruppe Altenheime des Gesundheitsamtes hat den Einrichtungen je nach Möglichkeit auferlegt, die Infizierten in einen separaten Trakt des Hauses zu verlegen oder ein umfangreiches Besuchsverbot zu erlassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare