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Betankt werden können die E-Autos an jeder Ladesäule in ganz Deutschland.

Dietzenbach/Rodgau

Immer mehr Bürger mieten im Kreis Offenbach Elektroautos

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Die kommunalen Energieversorger in Dietzenbach und Rodgau vermieten seit 2018 E-Autos - und sind mit der bisherigen Nutzung sehr zufrieden.

In Dietzenbach sind sie knallgelb unterwegs, in Rodgau knallgrün: Elektroautos, welche die kommunalen Energieversorger vermieten, werden immer mehr nachgefragt. Hauptsächlich Privatpersonen, aber auch Firmen greifen nicht nur in den beiden Städten, sondern im ganzen Kreis Offenbach immer öfter auf die strombetriebenen Fahrzeuge der Maingau Energie und der Energieversorgung Rodau zurück.

In Rodgau ging die erste E-Carsharing-Station schon zum Jahresbeginn 2018 in Betrieb. „Wir haben im Kreis Offenbach eine Vorreiterrolle übernommen, auf die wir sehr stolz sind“, sagt Dirk Schneider, Geschäftsführer der Energieversorgung Rodau. Mittlerweile haben sich 1000 Nutzer registriert, die Interesse am Carsharing haben, 500 von ihnen haben die vier Elektrofahrzeuge auch schon getestet. Schneider vermutet, dass so mancher Bürger vor der Kaufentscheidung für ein E-Auto erst einmal probeweise einen grünen Elektroflitzer ausgeliehen hat. 4300-mal wurden die drei verschiedenen Modelle bisher gebucht. Rund 170 000 Kilometer wurden elektrisch zurückgelegt – pro Fahrt im Durchschnitt 60 Kilometer.

Zu den vier Standorten am Rathaus in Jügesheim, an der Frankfurter Straße in Nieder-Roden, am Goetheplatz in Weiskirchen und an der S-Bahn-Station in Dudenhofen soll in diesem Jahr noch ein fünfter Standort in Hainhausen dazukommen, „damit jeder Stadtteil seinen Standort hat“, so Schneider.

Interessenten, die bei der Maingau Energie oder bei der Energieversorgung Rodau ein E-Auto buchen wollen, müssen sich zuerst mit ihren Daten registrieren.

Im Anschluss ist bei Google Play oder im App Store die entsprechende Carsharing-App herunterzuladen, mit der die Elektroautos ausgesucht, reserviert, gebucht, schlüssellos geöffnet und wieder verschlossen werden können.

Fünf Euro pro Stunde fallen bei der Maingau Energie für das Ausleihen eines Elektroautos an. Kunden des Energieanbieters zahlen nur zwei Euro pro Stunde.

In Rodgau zahlen die Nutzer stündlich 4,99 Euro. Kunden der Energieversorgung Rodau fahren die strombetriebenen Fahrzeuge für 99 Cent pro Stunde. ann

In Dietzenbach begann das E-Carsharing vor genau einem Jahr. Zum ersten Geburtstag bilanziert die Maingau Energie nun 1700 Buchungen in der Stadt. 400 Dietzenbacher haben ihre Fahrten bisher mit den strombetriebenen Fahrzeugen zurückgelegt, aus einem knallgelben Elektroauto sind mittlerweile drei geworden. 70 000 Kilometer haben die Nutzer binnen eines Jahres auf die Tachos gefahren. „Die Autos waren fast zweimal komplett ökologisch um die Erdkugel unterwegs“, sagt Geschäftsführer Richard Schmitz. Sie werden an den drei Standorten Offenbacher Straße 11 (Rathaus-Parkplatz), Darmstädter Straße 30 (gegenüber der Polizei), und Limesstraße 2 (beim SC Steinberg) mit Strom aufgeladen, der frei von fossilen Brennstoffen ist.

Die Reichweite scheint für die Nutzer kein Problem zu sein. 41 Kilometer haben sie durchschnittlich pro Fahrt zurückgelegt; die drei E-Autos schaffen je um die 200 Kilometer, bevor sie wieder aufgeladen werden müssen.

Perspektivisch sollen mehr Firmen und Vereine als Nutzer dazukommen, so Schmitz. Und es sei auch denkbar, dass sich in einer Straße beispielsweise zehn Haushalte zusammentun und sich ein oder zwei Elektroautos teilen. „Wir würden dann das Carsharing-Buchungssystem dafür zur Verfügung stellen“, so Schmitz.

Der Energieversorger stellt übrigens nicht nur in Dietzenbach E-Autos zur Miete zur Verfügung. Auch in Heusenstamm und Obertshausen stehen je drei Fahrzeuge bereit, und in Babenhausen im Nachbarlandkreis Darmstadt-Dieburg ist eines verfügbar.

Noch steckt das E-Carsharing im Kreis Offenbach quasi in den Kinderschuhen. Bis auf die zwei kommunalen Anbieter in Dietzenbach und Rodgau vermieten noch keine anderen Stadtwerke eigene Elektroautos. Aber zumindest die Infrastruktur ist in allen Städten und Gemeinden geschaffen – allein die Maingau hat mehr als 60 öffentliche Ladepunkte errichtet und will bis Ende 2020 mindestens 20 weitere folgen lassen. Die Stadtwerke im Kreis offerieren darüber hinaus Ladekarten für E-Ladepunkte und bieten die Planung von Ladesäulen für Firmen, Hotels und die Wohnungswirtschaft sowie Mietlösungen für Säulen an.


Betankt werden können die E-Autos an jeder Ladesäule in ganz Deutschland. Die Nutzer müssen sie aber am Ende an die Ladesäude des jeweiligen Anbieters zurückbringen und dort auch wieder anschließen.  

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