Dreieich

Ideen für die Kinderbetreuung

Grüne fragen nach Alternativen zu ausgebildeten Erzieherinnen

Von Maurice Farrouh

Wegen des Fachkräftemangels in der Kinderbetreuung regt die Stadtverordnetenfraktion der Grünen an, in Zukunft auch Bewerber ohne eine abgeschlossene Erzieherinnenausbildung einzustellen. In einer Anfrage an den Magistrat wollen die Grünen wissen, inwieweit Alternativen infrage kommen, um die Personalsituation zu entschärfen.

Als mögliche Beispiele nennen sie etwa den Einsatz von Tagesmüttern, Sozialassistentinnen, Familienhelferinnen oder Erzieherinnen mit ausländischen Abschlüssen. In einem gewissen Verhältnis zu den bisherigen Fachkräften könnten diese helfen, die Lücken in der Betreuung zu schließen.

Falls rechtliche Vorgaben, etwa der Hessischen Mindestverordnung, dem entgegenständen, könne mit der Landesregierung nach Möglichkeiten gesucht werden, die Regelungen der aktuellen Situation anzupassen.

„Eine verlässliche Kinderbetreuung wird über kurz oder lang für immer mehr Kommunen zur Wunschvorstellung, wenn das Problem des Fachkräftemangels nicht behoben wird“, sagt Fraktionssprecher Roland Kreyscher. Auch in Dreieich seien mehrere Stellen unbesetzt. Die Grünen verlangen vom Magistrat eine detaillierte Auflistung darüber, wie viele Stellen wegen des Personalmangels vakant und wie viele Stellen wegen längerer Krankschreibung, Mutterschutz oder Elternzeit zurzeit nicht besetzt sind. Der Gesamtbedarf an Erzieherinnen sei insbesondere im Hinblick auf den gesetzesgemäßen Ausbau der U3-Plätze von Interesse.

Langfristig müsse die Arbeit von Erzieherinnen besser bezahlt werden, um den Beruf attraktiver zu machen. „Schritt für Schritt müssen wir für das Fachpersonal zu einer angemessenen Entlohnung kommen“, sagt Kreyscher. Zudem müsse die fünfjährige Erzieherinnenausbildung reformiert werden.

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