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Der Verkauf rückt wieder näher: Bahnhof Ober-Roden.
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Der Verkauf rückt wieder näher: Bahnhof Ober-Roden.

Rödermark

Ideen für den Bahnhof

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Das alte Haus der Deutschen Bahn in Ober-Roden hat nun drei Interessenten, die bereits ihre Konzepte für die zukünftige Nutzung vorgestellt haben. In allen drei Visionen soll der Bahnhof wieder mehr für die Öffentlichkeit da sein.

Das alte Haus der Deutschen Bahn in Ober-Roden hat nun drei Interessenten, die bereits ihre Konzepte für die zukünftige Nutzung vorgestellt haben. In allen drei Visionen soll der Bahnhof wieder mehr für die Öffentlichkeit da sein.

Trotz jahrelanger Hängepartie um den Verkauf des Ober-Röder Bahnhofsgebäudes und obwohl inzwischen klar ist, dass dieses denkmalgeschützt ist, kann sich die Stadt Rödermark über mangelndes Interesse an dem Objekt nicht beklagen. Gleich zwölf potenzielle Käufer haben ein Angebot eingereicht. Drei Interessenten, die nach Ansicht des Magistrats in die engere Wahl kommen, haben ihre Konzepte jetzt im Bauausschuss präsentiert.

Gemeinsam ist den Plänen, dass sie das frühere Empfangsgebäude stärker für die Öffentlichkeit öffnen wollen als dies die Steuerberatungsgesellschaft Contrust vorhatte, die nach Streit mit der Stadt doch nicht als Käufer zum Zuge kam.

Frische und Feinkost

Am weitesten geht in dieser Hinsicht der Vorschlag von Hans-Jörg Vetter, der nach eigenen Angaben seit 1993 in der Immobilienentwicklung tätig ist. Sein Konzept sieht vor, den Bahnhof von 5 bis 24 Uhr erlebbar zu machen. Reisende sollen in einem Service Store Zeitungen und Kaffee kaufen können, aber auch wieder die Möglichkeit bekommen, Fahrkarten zu erwerben und sich beraten zu lassen. Ins Erdgeschoss soll zudem ein Frische- und Feinkostladen ziehen. Den Westflügel und einen Anbau aus Stahl und Glas an Stelle des früheren Schuppens will Vetter für Event-Gastronomie reservieren.

Vier möblierte Wohnungen für Singles und Menschen, die aus beruflichen Gründen eine Bleibe im Rhein-Main-Gebiet benötigen, sieht Vetter für das Ober-und Dachgeschoss vor. Wer dort einzieht, kann auf einen Reinigungs-und Wäscheservice zugreifen und soll kostenlos Highspeed-Internet erhalten. Beheizt werden soll das Gebäude mit Pellets, zudem will Vetter die Wärme der Server eines Rechenzentrums ausnutzen, das in den Keller ziehen soll.

Metzger und Bäcker

Sollten die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 13. November hingegen einen Verkauf an Alexa Schraverus, Daniel Winkler und Claus Wunderlich beschließen, entsteht im Erdgeschoss des Bahnhofs eine Markthalle. Dort könnten etwa ein Metzger und ein Bäcker ihre Waren feilbieten. Das von der Stadt gewünschte Lokal wollen die drei auf das Gebäude und den Außenbereich beschränken. Von einem Anbau sehen sie, anders als ihre beiden schärfsten Konkurrenten, ab. Als Raum der Vereine soll die zentrale Fläche im Erdgeschoss dienen. Nach ihrem Konzept stünde es etwa für Versammlungen jedem Verein offen und würde vom Pächter des Lokals bewirtschaftet. Für die oberen Geschosse schlagen Schraverus, Winkler und Wunderlich Wohnungen und Gewerberäume vor.

Am stärksten am früheren Aussehen des Bahnhofsgebäudes orientiert sich das Konzept von Ulrich Schwerber von der gleichnamigen Hausverwaltung. Der Architekt und CDU-Stadtverordnete Peter Knapp plant zum Beispiel, einen Teil des Dachs zu rekonstruieren. Auch der Anbau soll stärker als der von Vetter geplante an den früheren Geräteschuppen erinnern. Nutzen will Schwerber das Gebäude für ein Bistro, einen Optikerladen und eine Apotheke. Als Ergänzung zum Bistro könnten in den Obergeschossen bis zu 15 Hotelzimmer entstehen. Möglich sei aber auch, dort Büros anzusiedeln, etwa für eine Kanzlei.

Keine großen Unterschiede gibt es beim Kaufpreis. Vetter bietet 75.000 Euro, die anderen beiden Interessenten je 70.000 Euro.

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