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Neuer Ort für die Kulturinitiative "Maximal"

Rodgau

Jazz in der Werkstatt

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Nach einjähriger Suche hat die Rodgauer Kulturinitiative Maximal nun offenbar eine neue Heimat gefunden. Schon für Freitag lädt sie zu einem ersten improvisierten Konzert in die bisherige Metallwerkstatt nahe des Nieder-Röder Bürgerhauses.

Zugesagt haben Kerstin Pfau und Joky Becker, Bassist der Rodgau Monotones, der Jazz-Schlagzeuger Volker Schmidt, Gitarrist Thomas Langer und die Band Snarefish.

Noch muss das Bauamt die Halle als Veranstaltungsraum genehmigen, ist der Mietvertrag nicht unterschrieben. Die Toiletten müssen hergerichtet werden. Der Vorsitzende der Kulturinitiative, Werner Kremeier, zeigte sich gestern aber sehr zuversichtlich, dort eine neue Heimat gefunden zu haben. Dort will der Verein Konzerte und Theateraufführungen ermöglichen. Die Rodgauer Regisseurin Tanja Garlt, selbst Maximal-Vorstandsmitglied, sei ganz begeistert von dem kühlen Ambiente, berichtete Kremeier. „Wir starten neu durch.“

Für die Kulturinitiative wäre der neue Standort der positive Abschluss eines Jahres, das Kremeier als sehr schwierig für den Verein bezeichnete. Im März verließ dieser nach längeren Auseinandersetzungen mit Besitzer und Vorstandsmitglied Dieter Stein die Halle an der Stettiner Straße. Dabei ging es auch ums Konzept. Kremeier warb dafür, in einer eigenen Halle ein soziokulturelles Zentrum aufzubauen. Andere Maximal-Mitglieder lehnten das ab.

Der Verein nahm Anlage, Stühle, Tische und Kühlschränke mit. Die baute er seitdem an wechselnden Orten auf. Zunächst nutzte er für Konzerte vor allem das frühere Café Mozart in Nieder-Roden, dann den Saal der Jügesheimer Georg-Büchner-Schule, dreimal auch das Dudenhöfer Jugendhaus. Doch das Reisen, das Auf- und Abbauen sei für die zehn bis zwanzig regelmäßigen Helfer sehr aufwendig, sagt Kremeier.

Zuletzt hoffte der Verein darauf, das nach dem Auszug der Feuerwehr in einen Stützpunkt Süd freiwerdende Gerätehaus in Dudenhofen als Kulturzentrum nutzen zu können. Stattdessen kommt aber wohl die Polizei – sonst Dudenhöfer Vereine – zum Zuge. Auch die Idee, das Konzept im Gebäude der früheren Werksfeuerwehr von IBM in Nieder-Roden zu verwirklichen, zerschlug sich.

Die neue Heimat von Maximal bietet laut Kremeier nicht mehr Platz als die frühere Halle. Er spricht von etwa 150 Zuhörern, wenn der Saal nicht bestuhlt wird. Sehr gut sei die Lage des neuen Standorts in der Nähe des Bürgerhauses und des Hauses der Musik. Es gebe bereits Kontakte zur dort untergebrachten Freien Musikschule, auch mit dem Nieder-Röder Musikverein schwebt Kremeier eine Kooperation vor.

Das Konzert beginnt am Freitag, 26. November, 20 Uhr, in der Werkstatt, Karolinger Straße 22. Eintritt frei.

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