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In der ehemaligen US-Siedlung Neurott in Langen entstehen neue Häuser und Wohnungen. Jetzt hat der Langener Magistrat nach heftigen Diskussionen einen ebgespeckten Entwurf mit weniger bebauung vorgelegt.

Langen

Housing Area wird abgespeckt

Weniger ist mehr: In der ehemaligen US-Siedlung in Neurott werden weniger Häuser als geplant gebaut - das soll das Areal auflockern und mehr Licht in die künftigen Wohnungen lassen. Von Achim Ritz

Von Achim Ritz

Nach kontroverser Diskussion im Bauausschuss mit viel Kritik an der bisherigen Planung zum Bau neuer Häuser auf der sogenannten Housing Area im Stadtteil Neurott legt der Langener Magistrat dem Parlament jetzt einen neuen abgespeckten Entwurf auf den Tisch.

Darin ist die Zahl der zunächst vorgesehenen frei stehenden quadratischen Häuser verringert worden. Ferner sollen die Reihenhäuser mehr Abstand vom Waldrand haben, damit das Licht besser in die Wohnräume fallen kann.

Eine weitere auffällige Veränderung zum kritisierten Plan ist der Wegfall der Häuserzeilen vor der geplanten Kindertagesstätte und auf der gegenüberliegenden Seite der Steubenstraße. Damit das Areal aufgelockerter wirkt, sind dort jetzt Reihen- und Doppelhäuser vorgesehen.

Der neue Bebauungsplan umfasst ein Gelände von rund acht Hektar. In den bestehenden großen Wohnungen der Reihenhäuser mit üppigem Grün zwischendrin wohnten bis vor einigen Jahren überwiegend US-amerikanische Soldaten. Nach dem Abzug des Militärs übernahm die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima) die Wohnanlage. Auf den Freiflächen sollen jetzt neue Häuser entstehen.

156 Wohneinheiten gibt es im Bestand. Die bisherige Planung sah 142 neue Wohnungen vor. In der jetzt vom Magistrat vorgelegten Variante sind nur noch 106 zusätzliche Wohneinheiten enthalten. Nach Darstellung von Langens Erstem Stadtrat und Baudezernenten Klaus-Dieter Schneider (parteilos) hat der Magistrat an dem Ziel festgehalten, dass es in der Housing Area mit den großzügigen Grünflächen durch die geplanten Neubauten nicht zu einer massiven Verdichtung kommt.

Für das vorgesehene Winkelgebäude in der Kurve der Steubenstraße sieht die neue Planung des Magistrates ausdrücklich Einzelhandelsgeschäfte sowie Arzt- oder Rechtsanwaltspraxen vor. Die neuen Planungsvarianten der Verwaltungsspitze werden am 10. Februar in der Sitzung des Bauausschusses diskutiert. Das Ergebnis wird dann der Bima vorgelegt. Zur Frage des Baubeginns, wagt im Rathaus niemand eine Antwort zu geben.

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