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Die Hunde der Tierherberge brauchen eine neue Bleibe.
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Die Hunde der Tierherberge brauchen eine neue Bleibe.

Tierschutz

Hoffnung auf neue Heimat

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Die Tierherberge betreute in Egelsbach rund 70 Hunde, die zum Teil aus Tötungsstationen stammen. Jetzt hat die vom Tier-Rettungs-Dienst Frankfurt betriebene Einrichtung ein neues Grundstück im Gewerbegebiet Dreieich gefunden - und damit auch eine neue Perspektive.

Noch vor einem Jahr schienen die Aussichten für die Tierherberge Egelsbach alles andere als rosig zu sein. Der vom Tier-Rettungs-Dienst Frankfurt betriebenen Einrichtung am Flugplatz, in der stets um die 70 Hunde leben, drohte das Aus. Die Bauaufsicht des Kreises Offenbach hatte den Verein aufgefordert, den Tierbestand binnen kurzer Frist aufzulösen und die ohne Baugenehmigung errichteten Gebäude abzureißen. Der Tier-Rettungs-Dienst wehrte sich vor Gericht. Empörte Tierfreunde demonstrierten vor dem Dietzenbacher Kreishaus.

Doch inzwischen gibt es für die Hunde, die zum Teil aus Tötungsstationen stammen, die fünf hauptamtlichen Beschäftigten und die vielen ehrenamtlichen Helfer wieder Grund zur Hoffnung. Schon im Mai hat der Kreis der Einrichtung erlaubt, bis 30. Juni 2015 weiterzumachen. Nun sieht es sogar aus, als hätte der Verein, der zwischenzeitlich auch Interesse an der Übernahme des Tierheims Dreieich hatte, nach vielen Jahren der Suche einen neuen Standort für die Herberge gefunden. „Wir sind durch Zufall auf einen Notverkauf gestoßen“, sagt Cornelia Finkbeiner, die Sprecherin des Vereins. Das Grundstück liege an der Waldstraße im Dietzenbacher Gewerbegebiet und sei für die Herberge ideal.

Große Investition

Noch sei viel zu klären, sagt Finkbeiner im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau. Doch die Mitglieder hätten bereits eine Grundsatzentscheidung für den Kauf und den Umzug abgegeben. Auch ein Schallschutzgutachten habe man schon eingeholt, sagt Finkbeiner. Die Resonanz des Kreises auf die Pläne, am Waldrand zu bauen, sei positiv. Der Grundtenor sei gewesen, dass es „da draußen kein Problem sei“., berichtet sie.

Nach all den Enttäuschungen der vergangenen Jahre, der Angst vor der Schließung der Einrichtung, ist der Verein vorsichtig geworden. Der Kauf des Grundstücks und der Bau einer Einrichtung wären für den Verein zudem eine große Investition. „Wir wollen uns nach allen Seiten absichern“, sagt Finkbeiner. Sobald Kreis und Stadt grünes Licht gäben, werde man aber alle nötigen Schritte einleiten. „Wir stehen in den Startlöchern.“

Mögliche Kooperation

Der Stadt Dietzenbach, die zum Jahresende ihren Vertrag mit dem Tierheim Dreieich gekündigt hat, könnte der Zuzug der Tierherberge durchaus gelegen kommen. Sie muss schließlich auch künftig mit einer Einrichtung kooperieren, die Fundtiere aufnimmt. Erster Stadtrat Dietmar Kolmer (CDU) wiegelt noch ab. „Die Frage stellt sich noch nicht“, sagte er gestern der FR. Die Tierherberge sei noch in der Planungsphase, die Einrichtung sei zudem bislang nicht als Tierheim konzipiert. Prinzipiell müsse die Stadt aus Kostengründen die für sie günstigste Lösung suchen. Ziehe die Herberge zu und ändere ihr Konzept, sei eine Zusammenarbeit aber eine Überlegung wert.

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