Hoffen auf Großküche

Rödermark Stadtverordnete erneuern Beschluss

Mehr als vier Jahre ist es her, dass die Stadtverordneten den Magistrat beauftragten, ein Konzept für eine Großküche vorzulegen, die Einrichtungen in der Stadt mit qualitativ hochwertigen Mahlzeiten versorgen könnte. Doch ein Investor ist nach wie vor nicht in Sicht.

Dennoch halten alle Stadtverordneten an den Plänen fest und haben den Magistrat nun beauftragt, den derzeitigen Bedarf in der Stadt an einer Mittagsverpflegung zu eruieren und den künftigen zu prognostizieren. Er soll zudem die laufenden Kosten für die Küchen in städtischen Einrichtungen ermitteln sowie deren Zustand und Sanierungsbedarf.

Dass es noch keine Großküche gibt, liegt nach Ansicht von Bürgermeister Roland Kern (Andere Liste) nicht daran, dass die Verwaltung nichts getan habe. Sie könne nicht mehr als ein Konzept entwickeln und versuchen, dieses anderen schmackhaft zu machen. Das sei nicht gelungen. Ein Angebot habe es vor anderthalb Jahren gegeben. Doch das Essen wäre zu teuer geworden, sagte Kern. Nur zwei freie Träger seien zu einem Wechsel bei der Essensversorgung bereit gewesen.

Der Bedarf sei da. 452 Kinder essen derzeit laut Kern in den Kitas, 29 in U3-Einrichtungen, 79 im Hort zu Mittag. Die Zahl wachse ständig. „Aber es muss erst mal jemand anbeißen.“ Hans-Jürgen Daum (Andere Liste) regte an, beim Thema Großküche mit anderen Kommunen zusammenzuarbeiten und auch mit Unternehmen zu sprechen. (cm.)

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