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In die Jahre gekommen: das Hallenbad Neu-Isenburg.

Neu-Isenburg

Hallenbad kostet viel mehr

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Nach neuester Kostenaufstellung soll die Sanierung des Hallenbades in Neu-Isenburg statt acht Millionen nun elf Millionen Euro kosten. Die Grünen bemängeln fehlende Transparenz.

Statt acht Millionen Euro über elf Millionen Euro: Nach neuester Kostenaufstellung soll die Sanierung des Hallenbades in Neu-Isenburg mit dieser Summe zu Buche schlagen. Das behauptet die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Kosten seien „vollständig aus dem Ruder gelaufen“, sagt die Partei, und spricht von einer 36-prozentigen Steigerung. Ein Großteil der Mehrkosten sei darauf zurückzuführen, dass zusätzliche Baumaßnahmen und nachträgliche Einbauten geordert werden mussten, „die man entweder nicht eingeplant oder in die Gesamtkosten nicht einbezogen hat“, meinen die Grünen.

Sie bemängeln einen sorglosen Umgang mit dem Controlling und sprechen von mangelnder Transparenz im Umgang mit öffentlichen Geldern. Dass parlamentarische Gremien bei „einer Fehlsteuerung dieses Ausmaßes“ nicht einbezogen wurden, sei ein „grober Verstoß gegen demokratische Gepflogenheiten.“

„Es ist die Wahrheit, dass es Mehrkosten gibt“, sagt Erster Stadtrat Stefan Schmitt, aber eine definitive Zahl könne er nicht nennen. Am Dienstag sei im Magistrat über das Thema gesprochen worden, gestern Morgen seien dann neue Zahlen aufgetaucht, nachdem er von verschiedenen Fachämtern weitere Infos erhalten habe.

Im Wesentlichen bestätigte er die von den Grünen genannten Gründe. „Wir werden genau aufschlüsseln, was Baukostensteigerungen und was nicht planbare Zusatzarbeiten sind“, kündigt er an. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschuss sollten gestern Abend in ihrer Sitzung informiert werden.

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