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Nick Timm, Edith Reitz und Wolfgang Lamprecht (von links) im Löwenkeller.
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Nick Timm, Edith Reitz und Wolfgang Lamprecht (von links) im Löwenkeller.

Neu-Isenburg

Große Koalition für Kleinkunst

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
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Seit 2010 gibt es im Löwenkeller des Stadtmuseums Kleinkunst auf kleiner Bühne. Beinahe jeden Monat eine gut besuchte Veranstaltung - mit Künstlern aus ganz Deutschland. Initiiert wurde es von vier Stadstverordneten.

Dass in Neu-Isenburg auch in diesem Jahr wieder in fast jedem Monat große Künstler auf der kleinen, nur 57 Plätze umfassenden Kunstbühne im Löwenkeller stehen, ist das Ergebnis einer ganz großen Koalition aus dem Jahr 2010, die bis heute hält. Die Stadtverordneten Wolfgang Lamprecht (SPD), Edith Reitz (FDP), Oliver Gröll (CDU) und Nick Timm (Grüne), die damals alle gemeinsam im Kulturausschuss saßen, begeisterten sich – und ihre Parteifreunde – damals für die Idee, auch der sogenannten Kleinkunst in Neu-Isenburg ein Podium zu bieten. Für viele dieser Auftritte wäre die Bühne der Hugenottenhalle viel zu groß, viel zu wenig intim.

Seit Ende September 2010 ist der Löwenkeller unter dem Stadtmuseum der ideale Ort dafür. Der Betreiber des Äppelwoi-Theaters, Michael von Loefen, lässt die Kunstbühne einmal im Monat mietfrei seine Räumlichkeiten nutzen. „Nicht einmal fürs Putzen müssen wir bezahlen“, lobt Reitz. „Das ist sehr großzügig.“

Mit großem Engagement und finanzieller Unterstützung von Sponsoren und der Stadt Neu-Isenburg planen die vier Kleinkunstbegeisterten, von denen inzwischen nur noch Timm und Gröll in der Stadtverordnetenversammlung sitzen, seither ein regelmäßiges Programm, alles ehrenamtlich, versteht sich. Inzwischen bekomme er Bewerbungen von Künstlern aus ganz Deutschland, sagt Lamprecht, der die Auftritte zusammenstellt. Oft sind aber auch Musiker und Kabarettisten aus der Region zu Gast.

90 Prozent Auslastung

Das abwechslungsreiche Programm nehmen die Neu-Isenburger und auch Besucher aus der weiteren Umgebung offenbar ziemlich gut an. 444 zahlende Gäste habe die Kunstbühne bei ihren zehn Veranstaltungen 2013 gezählt, sagt Lamprecht. Das sind immerhin 80 Prozent Auslastung. „Im zweiten Halbjahr waren es sogar 90 Prozent“, sagt er.

Ein Experiment wird die Kunstbühne allerdings nicht wiederholen: Ein Abend im Bürgerhaus Zeppelinheim mit der russischen Sängerin Pogolana sei „einfach zu aufwendig“ gewesen, wie Timm sagt. Außerdem gehöre das in einen intimeren Rahmen – den Löwenkeller eben.

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