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Neu-Isenburg

Gold und Schmutz im Buch der Bücher

Mehr als 200 Bibeln hat Pfarrerin Susanne Lenz aus der Neu-Isenburger Buchenbuschgemeinde gemeinsam mit ihren Helfern für eine Ausstellung zusammengetragen.

Von Juliane Mroz

Es gibt sie in Comicform, in Braille-Schrift, mit Illustrationen oder Fotos. Eine imitiert das Layout der Bild-Zeitung, eine andere ist vergoldet. Die Seiten alter Exemplare sind braun vor Schmutz und Fingerfett von Generationen. Neuere Auflagen sind in sprachlich gerecht im Hinblick auf Frauen und Männer sowie Juden und Christen oder kommen in flapsiger Jugendsprache der 70er- Jahre daher.

Mehr als 200 Bibeln hat Pfarrerin Susanne Lenz aus der Neu-Isenburger Buchenbuschgemeinde gemeinsam mit ihren Helferinnen und Helfern zusammengetragen. Die Bibelausstellung in der Kirche im Forstweg 2 wurde am gestrigen Sonntag eröffnet und wird am kommenden Sonntag zwischen 9.30 und 12 Uhr ein weiteres Mal geöffnet sein.

Blättern ist erlaubt

Auf die Idee zu der Ausstellung kam Lenz durch Gemeindemitglied Karlheinz Frank. „Er erzählte mir, dass er innerhalb von 40 Jahren 176 Bibeln gesammelt hatte“, sagt Lenz. Weitere Exponate wurden vom Evangelischen Bibelwerk im Rheinland und von anderen Gemeindemitgliedern ausgeliehen.

Zum Beispiel von Bernd Schellhasse, der eine Frankfurter Bibel beigesteuert hat. „Sie wurde 1661 gedruckt, und ich weiß nicht genau, wo sie herkommt. Meine Eltern hatten sie schon“, sagt Schellhasse. Auch sonst konnte er bisher wenig über das Buch von der Größe eines Schuhkartons in Erfahrung bringen, das mit abgeblättertem Ledereinband vor ihm auf dem Tisch liegt. „Meine Frau und ich haben versucht, seinen Wert schätzen zu lassen, aber niemand konnte uns sagen, was Sache ist. Stattdessen versuchte man, uns übers Ohr zu hauen.“

Direkt neben Schellhasses Erbstück liegt ein echtes Goldstück – eine Kunstbibel, außen vergoldet und mit Reliefs verziert, innen mit Kunstdrucken von Ernst Fuchs ausgestattet. „Seine Gemälde könnten von einigen als ein bisschen pervers empfunden werden“, sagt Lenz. Wer daran keinen Gefallen findet, kann sich die anderen Kunstbibeln der Ausstellung ansehen. Mit Ausnahme einiger besonders alter und wertvoller Stücke darf in den Ausstellungsstücken auch geblättert werden.

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