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Gespräche sind gestört

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Der Fluglärm nachts ist leicht rückläufig. Diesen Schluss zieht der Magistrat Neu-Isenburg nach der Auswertung der jüngsten Messergebnisse für die Zeit von August bis Dezember 2010.

Im Norden von Neu-Isenburg sind Gespräche außerhalb des Hauses wegen des Fluglärms genau 183 Minuten und somit rund drei Stunden am Tag nur schwer möglich. Zu diesem Ergebnis kommt der Magistrat, nachdem jetzt die jüngsten Messergebnisse für die Zeit von August bis Dezember 2010 ausgewertet wurden. Der Lärm der Jets ist nach Darstellung der Stadt im Vergleich zu den Vorjahren nachts etwas zurückgegangen. Bürgermeister Herbert Hunkel führt die Reduzierung darauf zurück, dass der Lärmpegel zuvor, vor allem 2009, wegen der Arbeiten am Bahnsystem des Flughafens und der veränderten Nutzung der Pisten außerordentlich hoch gewesen sei.

Die neue Messstelle befindet sich seit August vergangenen Jahres auf dem Dach der Kindertagesstätte in der Zeppelinstraße 10 neben dem Bertha-Pappenheim-Haus. Seit 2000 wird der Lärm in Neu-Isenburg von der Firma Debakom mit mobilen Messgeräten festgehalten. Meist standen diese jeweils für sechs Wochen auf einem Privatgrundstück. An der fest installierten Station in der Zeppelinstraße wurde laut Magistrat ein mittlerer Lärmpegel von 59,7 Dezibel (tagsüber) und 54,6 Dezibel (nachts) ermittelt.

Die lautesten Jets am Tag und in der Nacht liegen bei 65 beziehungsweise 66 Dezibel. Die Fachleute haben festgestellt, dass nachts zwölf Flugzeuge aufsteigen oder landen, die einen Lärmpegel auf mehr als 57 Dezibel verursachen. Schlüsse zieht der Magistrat aus dem Ergebnis nicht. Die Dauermessstelle diene zur Überwachung der Festsetzungen im Planfeststellungsbeschluss, so der Bürgermeister. (aim)

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