Rödermark

Erstmals schwarze Null

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Das städtische Kulturprogramm stößt auf großes Interesse. Und noch nie ist mit dem städtischen Kulturprogramm so viel erlöst worden wie diesmal.

Die Kultur steht in Rödermark so hoch im Kurs wie nie. Diesen Eindruck erweckt zumindest die Bilanz, die Rita Bien vom Kulturbüro zur Spielzeit 2014/2015 in der Kulturhalle zieht. Gregor Wade, Leiter des Fachbereichs Kultur, Vereine und Ehrenamt, spricht von einem „neutralen Ergebnis“ im städtischen Kulturprogramm – soll heißen: Die Einnahmen decken die Ausgaben.

Rita Bien wird ein wenig konkreter: Eine kleine Lücke von knapp 1400 Euro klafft derzeit noch. 271 330 Euro wurden in der Spielzeit 2014/2015 für Künstlerhonorare, Tantiemen oder Gema ausgegeben. 269 950 Euro nahm die Stadt durch den Verkauf von Eintrittskarten ein. Die Fachabteilungsleiterin ist guter Dinge, dass es am Ende sogar „null auf null“ ausgeht: Zum Saisonfinale am 18. Juni kommt mit dem berühmten Comedian Ingo Appelt schließlich noch ein „Knaller“ in die Ober-Rodener Kulturhalle.

„Ein tolles Ergebnis“, freut sich Bien, das umso bemerkenswerter ist, weil die Nebenkosten in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen sind. Seit Anfang 2014 wird die Vermittlungsarbeit von Künstleragenturen mit 19 Prozent besteuert – das heißt, Gastspielangebote sind um zwölf Prozent teurer als vorher. Auch die Gema-Gebühren steigen stetig. 2011 lag man noch bei 3,5 Prozent, heute bei fünf Prozent. „Im Jahr 2020 werden wir ein Zehntel des Kartenverkaufs an die Gema abführen“, sagt Bien. „Das senkt die Margen.“

Weil das Publikum immer älter wird – „im Schnitt 70 plus“ –, ist nun bei allen Veranstaltungen ein Sanitätsdienst anwesend, der mit jeweils 120 Euro zu Buche schlägt.

10 300 Eintrittskarten wurden in der Spielzeit 2014/2015 bei 21 Veranstaltungen verkauft. Mit 3 909 Tickets ist das Wahl-Abonnement dabei die tragende Säule.

Noch nie ist mit dem städtischen Kulturprogramm so viel erlöst worden wie diesmal. Das lag laut Bien an Publikumsmagneten wie dem Moskauer Eiszirkus oder der japanischen Trommelshow. Doch man habe auch verstärkt preisgünstige Ein-Mann-Produktionen eingekauft.

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