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Kein Ende in Sicht auf der Dauerbaustelle.

Mörfelder Landstraße in Langen

Freie Fahrt erst im Sommer

Kein Ende in Sicht auf der Dauerbaustelle: In der Mörfelder Landstraße folgt nahtlos die nächste Baustelle, zwei Monate lang wird es Sperrungen, Umleitungen und Baustellenampeln geben.

Von Oliver Heil

Langens Erster Stadtrat Klaus-Dieter Schneider (parteilos) sagte, er würde am liebsten die nächsten zwei Monate unbezahlten Urlaub machen – wegen der Mörfelder Landstraße. Weil es jetzt noch einmal mindestens zwei Monate lang Sperrungen, Umleitungen und Baustellenampeln geben wird. Obwohl auf dem westlichen Abschnitt der Hauptverkehrsachse schon seit fast einem Jahr gebuddelt, geteert und vor allem gesperrt wird.

Am Dienstag nach Ostern geht es an der Kreuzung Pittlerstraße richtig los, erste Vorbereitungen sind schon zu sehen. Acht Wochen sollen die Bauarbeiten dauern, Fertigstellung wäre demnach Ende Juni. Sperrungen und Umleitungen werden dieses Mal weniger dramatisch sein, allerdings mit einer Ausnahme.

Eigentlich könnte sich Klaus-Dieter Schneider freuen, statt sich vor den Reaktionen zu fürchten. Denn die Baustelle, die ihm in den letzten Monaten so viele Sorgen gemacht hat, steht kurz vor der Fertigstellung. Der Abschnitt der Mörfelder Landstraße zwischen der Kreuzung Siemensstraße und der Pittlerstraße ist so gut wie fertig. Eine zwei Meter hohe Kunst-Installation aus Sandstein-Quadern und Glasstücken begrüßt Autofahrer in „Langen – Rhein-Main“. Die breite Mittelinsel sorgt für engere Fahrbahnen, Radfahrer haben jetzt auf beiden Seiten eine eigene Fahrspur.

Aber Schneider weiß, dass es erneut Unmut geben wird unter den Langener Autofahrern. Denn die sind genervt, weil alles so lange dauert. Ostern vor einem Jahr begannen die Bauarbeiten, die Belastungen durch Sperrungen sollten für die Geschäfte am Beginn der Berliner Allee und für die Menschen aus Linden und Oberlinden wesentlich geringer ausfallen. Inzwischen sind sie nach ihren Angaben seit acht Monaten von Sperrungen betroffen. Jetzt fehlen in der Berliner Straße nur noch ein paar Quadratmeter Teer, spätestens nach Ostern soll die – derzeit sogar beidseitige – Sperrung in Höhe der Einmündung des Forstrings aufgehoben werden. Dann können Autofahrer endlich wieder von der Mörfelder Landstraße über die Berliner Allee nach Linden und Oberlinden fahren und den Forstring wieder nutzen, wo ebenfalls gebaut wird.

Sperrungen bis zum Sommer

Und es geht weiter. Die neue Baustelle für den Pittlerkreisel soll zwar für Autos, die aus der Stadt kommen, leicht zu umfahren sein – bloß einmal um den Block. Aber in die andere Richtung ist das nur für die ersten vier Wochen möglich. Danach geht es in die Stadtmitte nur noch im großen Bogen, die Pittlerstraße hoch bis zur Bahnunterführung, und dann über die Liebigstraße wieder Richtung Stadtmitte – oder gleich über die Nordumgehung.

Insgesamt wird der Umbau der Mörfelder Landstraße 2,5 Millionen Euro kosten, 860?000 Euro steuert das Land bei. „Wir hätten es lieber am Stück gemacht, aber wir mussten den Umbau auf zwei Jahre aufteilen, wegen der angespannten Haushaltslage“, erklärt Stadtrat Schneider. Nach Fertigstellung des Pittlerkreisels folgt noch bis Mitte Juli die Erneuerung der Fahrbahn von der Siemensstraße bis zum Ortseingang. Dann, nach 15 Monaten, ist die neue Mörfelder Landstraße fertig.

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