Kreis Offenbach

Flüchtlinge als Berufsfahrer

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15 Männer aus Syrien, Irak und Iran haben eine Teilqualifikation bestanden. Wollen sie als Lkw-Fahrer im Speditionswesen arbeiten, müssen sie eine sprachlich anspruchsvolle IHK-Prüfung bestehen.

Der Kreis Offenbach will Logistik- und Speditionsunternehmen dabei helfen, Flüchtlinge als Berufskraftfahrer zu beschäftigen. Laut einer Pressemeldung stünden dem im Normalfall Sprachprobleme und Bürokratie entgegen.

Deshalb hat der Kreis 15 Geflüchtete 18 Monate lang in eine Teilqualifikation zum Berufskraftfahrer geschickt. Gestern erhielten die Männer aus Syrien, Irak und Iran ihre Zertifikate. Zur Ausbildung gehörten Fahrstunden und Theorie, eine berufsbezogene Deutschförderung mit den Schwerpunkten Kommunikation im Straßenverkehr, im Speditionsgewerbe sowie Verkehrsregeln. Mit ihren Zertifikaten dürfen die Männer Gabelstapler oder Lastwagen fahren und im Werksverkehr oder auf Baustellen arbeiten.

Um auch gewerblich einen Lastwagen fahren zu dürfen, müssen sie noch eine Prüfung vor der IHK bestehen. Doch die hat es in sich. Das Sprachniveau B1, das alle Männer bereits mitbringen mussten, allein reicht nicht, um auch das komplizierte Prüfungsdeutsch zu verstehen. Trotzdem haben es acht der 15 Teilnehmer geschafft und fünf haben einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Sechs der 15 Teilnehmer wollen noch einmal zur Prüfung bei der IHK antreten, um am Ende als Berufskraftfahrer zu arbeiten. Der Kreis will weitere Geflüchtete qualifizieren. bil

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