Rodgau

Zu wenig Kita-Plätze

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Die Stadt hinkt bei der U3-Betreuung den Geburten hinterher. Dabei ist die Kommune eifrig am bauen, um das Problem zu lösen.

Die Betreuungsplätze für Kinder, die jünger sind als drei Jahre, reichen in Rodgau nicht aus, obwohl die Stadt am Fließband baut. „Absolut werden es immer mehr Plätze, prozentual aber nicht, weil es immer mehr Kinder gibt“, sagt Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP). Derzeit stehen in Rodgau knapp über 400 Kita-Plätze zur Verfügung. Da aber gleichzeitig mehr als 400 Kinder pro Jahr geboren werden, spielt die Zeit gegen die Stadt, die nicht schnell genug agieren kann.

„Wir tun, was wir können und so schnell wir können“, sagt Schüßler. „Aber wir können nicht hexen.“ Seit 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten 1. Lebensjahr einen Anspruch auf Betreuung. Dabei ging der Gesetzgeber davon aus, dass 35 Prozent aller Kleinkinder einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen. „Aber die Entwicklung in den Ballungsräumen hat diese 35-Prozent-Richtgröße schon weit überholt“, so Schüßler. Rodgau nähere sich mittlerweile der 40-Prozent-Marke.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Magistrat eine Vorentwurfsplanung für die Erweiterung der Kita 6 im Ortsteil Rollwald auf den Weg gebracht. 110 Quadratmeter sollen dort angebaut, das Dach ausgebaut, der Eingangsbereich verlegt werden. Eine zusätzliche U3-Gruppe mit zwölf Plätzen kann dort Einzug halten. Gut 300 000 Euro wird die Neustrukturierung der Kita kosten.

Mit den zwölf Plätzen kommt die Stadt aber nicht weit. „Wir bräuchten noch 32 weitere Gruppen“, so Schüßler, und rechnet vor: Wenn nur jedes zweite Kleinkind eine solche Einrichtung besuche, seien das pro Jahr 200 U3-Kinder mehr, so Schüßler. Und zwei Jahrgänge seien jeweils anspruchsberechtigt.

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