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Patricia Lips (CDU) hat den Wahlkreis 187 erneut gewonnen und zieht zum dritten Mal in den Bundestag ein. Das sei "eine Riesenerleichterung", sagte die 45-jährige am Wahlabend. Denn anders als vor vier Jahren liegt sie diesmal mit rund elf Prozentpunkten (40,4 Prozent ) sehr deutlich vor dem SPD-Mann Detlev Blitz. Im Jahr 2005 hatten sie und die SPD-Frau Erika Ober bis kurz vor Mitternacht gezittert, schließlich hatte Lips nur 79 Stimmen Vorsprung.

Wahlkreis 187

Lips schlägt Blitz

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Der Wahlkreis 187 geht diesmal ohne Herzschlagfinale an Patricia Lips (CDU). Die Linke Sabine Leidig und der FDP-Mann Heinrich Kolb ziehen über Listenplätze in den Bundestag ein.

Patricia Lips (CDU) hat den Wahlkreis 187 erneut gewonnen und zieht zum dritten Mal in den Bundestag ein. Das sei "eine Riesenerleichterung", sagte die 45-jährige am Wahlabend.

Denn anders als vor vier Jahren liegt sie diesmal mit rund elf Prozentpunkten (40,4 Prozent ) sehr deutlich vor dem SPD-Mann Detlev Blitz. Im Jahr 2005 hatten sie und die SPD-Frau Erika Ober bis kurz vor Mitternacht gezittert, schließlich hatte Lips nur 79 Stimmen Vorsprung.

"Leider war es diesmal nicht knapp", sagte Blitz, der zum ersten Mal in den Bundestag wollte. Dass er im Vergleich zu seiner Vorgängerin Ober deutlich verlor führt er auf zwei Umstände zurück: Die Schwäche der Bundes-SPD und die Tatsache, dass "die Wähler der Grünen und der Linken offenbar ihre Stimmen nicht gesplittet haben" und mit der Erststimme nicht SPD gewählt haben. Darüber "ärgere ich mich sehr", sagte Blitz.

Tatsächlich hat der Grüne Thomas Rehahn seinen Anteil verdoppelt auf 9,5 Prozent, und auch die Linke Sabine Leidig hat rund drei Prozent dazugewonnen. Während Rehan aber nicht nach Berlin geht, kann Leidig ihre Koffer packen, sie steht auf Platz eins der Landesliste der Linken.

Auch Wahlkreisgewinnerin Lips büßte einige Stimmen ein und hat eine ähnliche Analyse wie Blitz: Angesichts dessen, dass FDP-Kandidat Heinrich Kolb seine Erststimmen fast verdoppelte auf fast 11 Prozent , liege es nahe, nahe, zu vermuten, dass viele FDP-Wähler diesmal auch die Erststimme der FDP gegeben hätten, sagte Lips. Kolb kommt in den Bundestag, weil er über die Landesliste abgesichert ist. Eines der besten Ergebnisse hat die gelernte Kauffrau in ihrem Heimatort Rödermark, dort kommt sie auf fast 48 Prozent.

Insgesamt bleiben die fünf Kommunen im Kreis Offenbach des Wahlkreises 187 (Rodgau, Rödermark, Hainburg, Seligenstadt und Mainhausen) bleiben eindeutig schwarz, sowohl bei den Zweitstimmen als auch bei den Erststimmen. Überdurchschnittlich schneidet dort auch die FDP ab, sie liegt um die 20 Prozent.

Der ganze Wahlkreis liegt bei dem Zweitstimmen für SPD, Grüne und CDU im Bundestrend, für die FDP besser, die Linke schlechter.

Der Wahlkreis 187 ist sehr disparat. Fünf Kommunen im CDU-geprägten Kreis Offenbach, der ländliche Odenwald im Süden ist eher sozialdemokratisch - und Darmstadt-Dieburg liegt nicht nur geografisch in der Mitte.

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