Inklusion

Kritik an Henzler

Grüne sehen Chaos bei Inklusion

Dass der Kreis Offenbach, wie von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) mitgeteilt, eine von zwei Modellregionen für inklusiven Unterricht werden soll, kann nach Ansicht der Grünen im Kreis Offenbach „nicht über das Chaos im Kultusministerium hinwegtäuschen“. Dieses sei auch drei Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention nicht in der Lage, akzeptable Rahmenbedingungen für Schüler zu schaffen. „Viele – auch ärmere – Bundesländer sind uns da weit voraus“, kritisiert der schulpolitische Sprecher der Grünen im Kreistag, Klaus-Uwe Gerhardt.

Voraussetzungen für den inklusiven Unterricht, also die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen, seien eine Absenkung der Klassengröße und eine Ausweitung der Stellen. Doch der von Henzler vorgelegte Rechtsverordnungsentwurf verschlechtere die Situation noch. Jüngst hat auch die Personalversammlung der Rodgauer Gartenstadtschule vor den Änderungen gewarnt, etwa kritisiert, dass die Förderlehrer nicht mehr fest einzelnen Schulen zugeordnet werden sollen.

Gemeinsam statt getrennt

Gerhardt geht davon aus, dass das gegenwärtige Durcheinander viele Eltern so verunsichert, dass sie ihre Kinder lieber weiterhin in die Förderschule schicken, statt sie von der gemeinsamen Beschulung profitieren zu lassen. Ziel müsse sein: „So viel Inklusion wie möglich – so wenig Separation wie möglich.“ Positiv hebt Gerhardt hervor, dass Landrat Oliver Quilling (CDU) in dieser Frage in die gleiche Richtung denke. (cm.)

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