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Zerschlagen hat sich offenbar die Hoffnung der Rodgauer Lokalpolitiker, dass sich ein Tegut-Markt in Nieder-Roden ansiedelt. Für dessen mögliche Filiale hatte die Stadt extra eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Die Pläne seien erstmal gestoppt, heißt es bei Tegut.Die Angebote an anderen Standorten seien deutlich besser. Unser Bild zeigt eine Tegut-Filiale in Frankfurt.

Rodgau

Große Märkte fürs neue Gewerbegebiet

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Zerschlagen hat sich offenbar die Hoffnung der Rodgauer Lokalpolitik, dass sich ein Tegut-Markt in Nieder-Roden ansiedelt. Das Prozedere habe zu lange gedauert, heißt es. Von Christoph Manus

Die Fläche zwischen dem Jügesheimer Gewerbegebiet jenseits der B45 und der Kreisquerverbindung soll für großen Einzelhandel ausgewiesen werden. Das haben die Rodgauer Stadtverordneten auf Antrag der Kooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG beschlossen. Einer Einzelhandelsstudie nach gibt es in Rodgau etwa noch Bedarf im Bereich Elektronik, Bauzubehör und Kleidung.

Ein weitergehender Antrag der CDU-Fraktion, zusätzlich ein Gebiet in Weiskirchen für Märkte bereitzuhalten, fand ebenso wenig eine Mehrheit wie der Vorschlag von Bürgermeister Alois Schwab (parteilos), ein 40 Hektar großes Gebiet westlich der Stadtteile Jügesheim und Hainhausen als Standort für großflächigen Einzelhandel, aber auch Wohnbebauung zu entwickeln.

Schwab argumentierte mit einer Stellungnahme des Planungsverbands, in der es heißt, dieses Gebiet biete sich für eine Entwicklung an. Im von der Kooperation und der CDU favorisierten Bereich an der Kreisquerverbindung sei großflächiger Einzelhandel dagegen "grundsätzlich nicht vertretbar", weil die Fläche keine Verbindung zu Wohngebieten habe. Schwab bezweifelte daher, für die Ausweisung dieses Gebiets als Einzelhandelsfläche eine Genehmigung zu erhalten.

Kooperation wie CDU sahen das anders. CDU-Fraktionschef Clemens Jäger sagte, in Rodgau kämen eben nur Flächen an der Peripherie für große Märkte infrage. Auch bei dem von Schwab favorisierten Gebiet westlich von Jügesheim handele es sich nicht um einen integrierten Standort. Dieser sei zudem verkehrsmäßig nicht angeschlossen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Kaiser sagte, er sehe die Chance, eine Ausnahmegenehmigung für das favorisierte Gebiet zu erhalten. Die Ausweisung eines Gebiets in Weiskirchen als weitere Option für Einzelhandel lehnte die Vierer-Kooperation dagegen ab. Ein Markt an dieser Stelle ziehe nur weiteren Verkehr durch Weiskirchen, sagte FDP-Fraktionschef Heino Reckließ.

Tegut will nicht mehr

Zerschlagen hat sich dagegen offenbar die Hoffnung der Rodgauer Lokalpolitiker, dass sich ein Tegut-Markt in Nieder-Roden ansiedelt. Für dessen mögliche Filiale hatte die Stadt extra eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Die Pläne seien erstmal gestoppt, heißt es bei Tegut.

Die Angebote an anderen Standorten seien deutlich besser. Das Prozedere habe in Rodgau zu lange gedauert, sagte die Leiterin des Immobilienmanagements der Lebensmittelkette, Martina Becker, der Frankfurter Rundschau.

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