Mühlheim/Maintal

Mülheimer Fähre weggeschleppt

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Die Mühlheimer Fähre ist von ihrem Liegeplatz am Dörnigheimer Ufer weggezogen worden und liegt nun im Frankfurter Osthafen.

Seit dem gestrigen Montag ist die Mühlheimer Fähre aus dem Blickfeld der Kreisbürger dies- und jenseits des Mains verschwunden: Ein Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes hat die Fähre am Vormittag in den Frankfurter Osthafen geschleppt.

Wie der Kreis Offenbach als Eigentümer der Fähre mitteilte, sollten damit Gefahren für andere Schiffe auf dem Main oder mögliche Schäden an der Fähre selbst vermieden werden. Bisher lag sie auf Maintaler Seite am Anlegepunkt der Fährverbindung vertäut, aber das sei „kein Dauerliegeplatz“, sagt Ursula Luh, Pressesprecherin des Kreises Offenbach. Im Osthafen sei die Fähre viel sicherer aufgehoben als am Mainufer, wo sie Sturm und Wellen stärker ausgesetzt sei.

In der Vergangenheit habe es bereits Liegeschäden gegeben, erklärt Luh, das Schiff sei während der Liegezeit seit Herbst 2017 öfter am Ufer angeschrammt. Der Kreis Offenbach hatte insgesamt 90 000 Euro in die Hand genommen, um die Schäden zu beseitigen, die durch die lange Liegezeit sowie unsachgemäß montierte Anbauten entstanden waren, und um die Hochseilanlage zu erneuern.

„Wir hatten die Verlegung schon einmal in Erwägung gezogen und haben sie jetzt umgesetzt, damit es keine weiteren Schäden gibt“, sagt Luh. Der Kreis Offenbach muss am neuen Standort Liegegebühren zahlen. Auf der Internetseite des Hafens Frankfurt ist ein Liegeplatz mit 8,18 Euro pro Tag beziffert.

Die Fähre hatte ihren Betrieb im Oktober 2017 eingestellt. Anfang Juli riss am ersten Tag der Wiederaufnahme der Verbindung nach wenigen Stunden ein Führungsseil. Damit lag sie dann wieder am Dörnigheimer Ufer. (ann)

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