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Vor zwei Jahren konnten sich die Messebesucher beispielsweise über den Beruf des Gebäudereinigers informieren.
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Vor zwei Jahren konnten sich die Messebesucher beispielsweise über den Beruf des Gebäudereinigers informieren.

Bildungsmesse Rodgau

Fachkräfte verzweifelt gesucht

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Das Interesse an der Bildungsmesse ist so groß, dass die Stadt manchem Unternehmen absagen muss.

Das Interesse an der Bildungsmesse ist so groß, dass die Stadt manchem Unternehmen absagen muss.

Wie sehr die Unternehmen inzwischen um qualifizierten Nachwuchs buhlen, zeigt sich auch an der Entwicklung der Rodgauer Bildungsmesse. Nicht nur die Nachfrage nach den von der Stadt kostenlos angebotenen Ständen ist in den vergangenen Jahren sukzessiv gestiegen – und mittlerweile so groß, dass die Stadt zehn Aussteller nur noch auf die Warteliste setzen konnte. Auch die Motivation der Unternehmen, sich dort zu präsentieren, habe sich verändert, beobachtet Erster Stadtrat und Bildungsdezernent Michael Schüßler (FDP). Diese hätten inzwischen ein vitales Interesse an der Direkt-Akquise von Auszubildenden. Und die Nachfrage nach Fachkräften werde noch steigen, mutmaßt er.

Kein Wunder also, dass die Veranstalter die Messe, die sie mit 120 Ausstellern als größte nicht-kommerzielle im Rhein-Main-Gebiet sehen, diesmal unter das Motto „Fachkräftesicherung“ gestellt haben. Als Schirmherr fungiert auch nicht etwa der Kultusminister sondern Florian Rentsch (FDP), Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.

Qualifizierte Leute sind rar

Noch sei die Zahl der Absolventen höher als die der Ausbildungsplätze, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Aber ihm berichteten immer öfter Unternehmer, dass sie Schwierigkeiten hätten, qualifizierte Leute zu bekommen.

Die Messe biete jungen Leuten nicht nur einen Überblick über die verschiedenen Berufe und Studienmöglichkeiten. Diese könnten dort auch lernen, wie sie sich fit für eine Bewerbung machen und sich präsentieren. Dazu gehöre auch, den eigenen Auftritt bei sozialen Netzwerken wie Facebook zu überdenken – also zum Beispiel keine Partyfotos von sich ins Netz zu stellen.

Nanotruck macht Station

Organisator Gerrit Kratz betont, die Stadt versuche mit der Messe Lust an der Bildung zu wecken. „Sie soll auch Spaß machen und nicht stocksteif sein.“ Die einst klein gestartete Veranstaltung sei zu einem Event geworden, das weit über die Stadt hinaus bekannt ist. Zur Messe im vergangenen Jahr seien geschätzte 3500 bis 4000 Besucher gekommen. Sie biete ein Angebot, das es in der ganzen Region so nicht gebe.

Zum Programm gehören in diesem Jahr unter anderem 20 Vorträge – doppelt so viele wie noch im vergangenen Jahr. Erstmals macht der Nanotruck des Bundesforschungsministeriums in Rodgau Station, der eine Einführung in die Nanotechnologie ermöglicht. Seine Messepremiere gibt auch das das Künstlernetzwerk Utopia, das ein Projekt zum Übergang von der Schule in den Beruf anbietet.

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